Bővebb ismertető
Vorwort des Verfassers
Die meisten Feldführer, die heute erhältlidi sind, bieten dem Leser gute Hilfen zur Bestimmung eines Vogels an, oft enthalten sie auch einige Hinweise auf sein Verhalten und den Biotop, in dem er anzutreffen ist. Der vorliegende Band will nun die Kenntnisse über das Leben der Vögel eines Großteils der westlidien Paläarktis durdti zusätzliche Angaben über die Brutbiologie erweitern. Vögel zeigen eine weitaus größere Vielfalt in ihrer Fortpflanzungsbiologie, als man gemeinhin vermutet, und Angaben darüber lassen sich ungleich schwerer in das Schema eines Bestimmungsbudies einfügen, als das bei der bloßen Artbestimmung dienenden Daten der Fall ist. Dennoch wurde der Versuch unternommen, in dem vorliegenden Werk die wichtigsten Fakten über das Brutgeschäft einer Vielzahl von Vögeln in knapper Form zusammenzufassen.
Ich hoffe zutiefst, daß dieses Werk als ein Beitrag zur Erweiterung unserer Kenntnisse angesehen wird, die Anteilnahme am Leben der Vögel fördert und nicht als Anreiz zum sinnlosen Eiersammeln verstanden wird. Wenn sdion Untersuchungen der Fortpflanzungsbiologie durchgeführt werden sollen, dann kommt es heutzutage darauf an, den Brutzyklus in seinem Gesamtablauf zu studieren und ihn bis zu seinem erfolgreichen Abschluß mit dem Ausfliegen der selbständigen Jungen zu dokumentieren.
Es ist unmöglidi, ein Budi dieser Art ohne Berüdisichtigung des Schrifttums vorzubereiten. Ein jeder, der auf diesem Gebiet der Ornithologie tätig ist, muß versudhien, aus den Ergebnissen anderer Nutzen zu ziehen und auf diesen aufbauend seinen eigenen Beitrag zur Kenntnis der Vögel zu leisten in der Hoffnung, hiermit seinen Nachfolgern die Weiterarbeit zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang mödite ich es nicht versäumen, die Zusammenstellung des Datenmaterials zur Brutbiologie im „Handbook of British Birds" durdi F. C. R. JouRDAiN und seine Mitarbeiter zu würdigen. Das von ihnen geschaffene Niveau scheint nach wie vor unübertroffen und ist in mancher Hinsicht immer noch vorbildlich für Arbeiten auf diesem Gebiet.
Neben anderen danke ich den Herren John Williams für seine Zusammenstellung der Eiertafeln und Michael Walters für seine Hilfe beim ersten Entwurf eines Teils des Textes. Größten Dank schulde ich auch den Herren R. ETcni;-coPAR und Capt. J. McNeile für Leihgaben aus ihren Eiersammlungen. Ferner dpke ich der Leitung des British Museum of Natural History für die Erlaubnis, die dortigen Sammlungen zu Rate zu ziehen. Nicht zuletzt gilt mein Dank dem Kiinstler Dr. Philip Burton für das Malen der Nestlingstafeln und für die Strich-zeiAnungen der Einleitungskapitel sowie den Herren Andrew Burton, der die meisten Nester zeichnete, R. Piller, der drei weitere Nestskizzen beisteuerte, und F. Greenaway, der die Eiertafeln photographierte.