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Er trug ein Leinenhemd, Jeans und darüber einen alten Ledermantel aus den zwanziger Jahren. Er fuhr kein Auto, benutzte kein Telefon, besaß keinen Fernsehapparat und schlief dort, wo er gerade ein Bett fand. Er aß rohe Kartoffeln, Gemüse, ab und zu ein Ei, und trank meistens Wasser oder Milch. Er ging keiner geregelten Arbeit nach und hieß Johannes. Man sagte von ihm, daß er eine Zeitlang in einem Kloster gelebt habe.
Er zog durch Dörfer und Städte und sprach auf Marktplätzen, wenn ein Brunnen in der Nähe war, oder auf den Wiesen vor der Stadt. Und dort rief er den Leuten zu: „Macht Schluß mit eurem verkehrten Leben! Denkt nicht nur an euch selbst, sondern auch an die anderen und an Gott! Bedeutende Dinge kommen auf uns zu: Umwälzungen, Katastrophen, Veränderungen! Da kann man nicht so gedankenlos weiterleben. Bald kommt ein Mann, der alles verändern wird. Ich bin nur eine Art Vorprogramm. Der Mann, den ich euch ankündige, ist so bedeutend, daß ich es nicht einmal wagen würde, ihm die Schuhe zu putzen oder ihm meinen Regenschirm anzubieten!"
Anfangs wurde Johannes ausgelacht, man dachte, er sei verrückt. Und weil er immer einen Eimer Wasser bei sich hatte und die Leute damit taufte, wurde er „der Täufer" genannt.