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ZUR EINFÜHRUNG
Die bildende Kunst der Japaner ist uns seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr vertraut geworden. Vor allem die Farbholzschnitte mit ihren anmutig bewegten Gestalten, ihrer eigenartigen Farbenharmonie und ihrer kapriziösen Komposition haben auf die europäische Kunst vielfach anregend gewirkt. Die japanische Lyrik dagegen ist uns noch ziemlidi fern geblieben, obwohl verschiedene Anthologien versucht haben, sie bei uns einzubürgern. In grundlegender "Weise ist die Lyrik der Japaner von Professor Dr. K. Florenz behandelt worden, dem unermüdlichen und geschickten "Wegebahner japanischer Poesie nach dem "Westen, in seiner „Geschichte der japanischen Literatur". (Leipzig. 1906.) In diesem umfangreichen Werke hat er die Arbeit eines wahren Bienenfleißes niedergelegt und die zahllosen poetischen Proben zum großen Teile aus den Originalen selbst übersetzt, ja nicht nur übersetzt, sondern großenteils nachgedichtet. "Wer des Japanischen nur einigermaßen mächtig ist, der kann beurteilen, welch eine Kraftprobe dies klassische "Werk bedeutet! "Was er