Bővebb ismertető
Einleitung
Das Jahr 2000 war für das Haus nicht nur kalendarisch eine Wende. Nach den ausgiebigen "Feiern" zum 150-Jahr-Jubiläum im Vorjahr wünschte sich die Anstalt nichts anderes als einen einigermaßen normalen Jahresbeginn. Als jedoch das dritte Millennium angebrochen war, musste diese Absicht aufgegeben werden: Nach den vorjährigen Adaptierungs- und Umbauarbeiten bot sich nämlich rund 50 Mitarbeitern die Möglichkeit zur Übersiedlung in ein neues Gebäude, die unverzüglich wahrgenommen und mit großem persönlichem Engagement im ersten Halbjahr realisiert wurde. Seit Mitte des Jahres sind daher die laborintensiven Abteilungen der Hauptabteilungen Geologie und Angewandte Geowissenschaften einschließlich Bibliothek, Verlag, Archiv und Geodatenzentrale am Standort Tongasse 10-12 untergebracht. In der Rasumofskygasse verblieben die Sammlungen, die PA Rohstoffgeologie, ADV, Kartographie und Reproduktionen, Redaktion sowie die Verwaltung und Direktion. Dank der Hilfe und dem Verständnis des Ressorts präsentieren sich somit im Jahr 1 nach dem Jubiläum große Teile der Anstalt mit zeitgemäßen Arbeitsplätzen und mit moderner Ausstattung. Dieser positven Seite steht für die auf zwei Standorte verteilte GBA ein erheblicher administrativer und wirtschaftlicher Mehraufwand gegenüber. Es ist zu hoffen, dass dieser Zustand nur von kurzer Dauer sein wird und alle verantwortlichen Stellen bemüht sein werden, den Anbau zum bestehenden Laborkomplex in kürzestmöglicher Zeit zu verwirklichen.
Neben der alle anderen Ereignisse überstrahlenden Teilübersiedlung der Anstalt sind im Berichtsjahr eine Reihe weiterer Maßnahmen zu nennen, die die Entwicklung der Anstalt in den nächsten Jahren bestimmen werden. So wurde vom Beirat der für drei Jahre gültige Businessplan genehmigt, der die geplanten Arbeiten des Hauses im Detail auflistet Danach wird ein Schwerpunkt die Realisierung des Zentralen Geoinformationssystems sein. Andere Vorhaben sind die forcierte Weiterführung der Geowissenschaftlichen Landesaufnahme (GÖK 50 und GÖK 200) unter Einbeziehung der von der Anstalt erstellten Leitlinien "Geo2000". Vorrangige Bedeutung haben aber auch projektbezogene Themen über die Daseinsvorsorge der Gesellschaft wie etwa die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Wasser, die Erfassung und Bewertung von geogen bedingten Naturgefahren, der Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit und die allgemeine Bewusstseinsbildung für Anliegen der Erdwissenschaften.
Zum Millenniumsbeginn stellt sich auch für die GBA die Frage, wie sie die elektronischen Medien noch stärker für ihre eigenen Zwecke und die ihrer Kunden nützen kann. Internet, Telekommunikation und die neuen E-Werkzeuge für das Ordnen, Verwalten und die Weitergabe von digitalen Daten bieten auch einem Geologischen Dienst eine Fülle von Möglichkeiten, sein umfangreiches Wissen und seine Expertise einer breiten Öffentlichkeit zielgerichtet, effizient und personal- und kostensparend zu vermitteln. Der neue künden- und nutzerorientierte Web-Auftritt der Geologischen Bundesanstalt, dessen Hauptgewicht auf anstaltsbezogener Information liegen wird, soll ein erster Schritt in diese Richtung sein, dem freilich weitere bis hin zur Entscheidung über die Beibehaltung herkömmlicher Druckwerke oder ihres teilweisen Ersatzes durch elektronische Medien (CD-ROM, DVD) und die Lösung interner Organisationsfragen folgen müssen.
Hans P. Schönlaub (Direktor)