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DIE KINDER VOM ARB AT
Moskau im Spätherbst 1933: Stalin will seine diktatorische Alleinherrschaft ausbauen und setzt ein kompliziertes Intrigenspiel in Gang, um die ihm nicht genehmen Parteigenossen, allen voran den Leningrader Parteichef Kirow, auszuschalten. Diese Machenschaften in der Führungsriege setzen sich auf allen Parteiebenen fort, bis hin zum kommunistischen Jugendverband Komsomol. So gerät auch eine Gruppe junger Studenten aus dem Moskauer Arbat-Viertel in einen Sog aus Angst und Denunziantentum, in dem jedes falsche Wort den Kopf kosten kann.
Zur Gruppe gehören der aufrechte Idealist Sascha Pankratow, der Opportunist Jura Scharok, die Geschwister Vika und Wadim Ma-rassewitsch, Lena Budjagina, Tochter eines hohen Regierungsbeamten, und die elternlosen Schwestern Nina und Warja. Ausgerechnet Sascha, der fest an die Ideale der Revolution glaubt, muß die Auswirkungen von Stalins strategischen Machtkämpfen am eigenen Leib erfahren. Wegen Lapalien - er hat Spottverse in einer studentischen Wandzeitung verfaßt und sich mit einem Dozenten angelegt - wirft man ihm antimarxistische Agitation vor und verweist ihn von der Hochschule. Auch die vorsichtige Intervention von Saschas Onkel Mark Rjasanow, dem Direktor eines großen Eisen- und Stahlwerks, und dessen Bekannten, dem Stellvertretenden Volkskommissar für Schwerindustrie und Stalin-Vertrauten Budjagin, bleibt wirkungslos, denn, was keiner von ihnen weiß: Sascha wird nur als Spielball in einem fingierten politischen Komplott benutzt. Nach einer Reihe von absurden Verhören wird er zu drei Jahren Verbannung in Sibirien verurteilt. Nach einem strapaziösen Transport wird er in seinem Verbannungsort, dem sibirischen Dorf Mosgowa an der Angara in den Kreis seiner Schicksalsgenossen Wsewolod Sergejewitsch, Michail Maslow, Pjotr Kusmitsch und Boris Solowejtschik aufgenommen. Allmählich erkennt Sascha, daß man manchmal aus Gewissensgründen gegen die Gesetze verstoßen muß. Er hat ein verbotenes Verhältnis mit der Lehrerin Sida und verhilft seinem Freund Solowejtschik zur Flucht.