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Fritz Nüßlein - Jagdkunde [antikvár]
 
Die Jagd einst und heuteDas Jagen ist eine der ursprünglichsten und ältesten Betätigungen des Menschen. Sie entsprang bei den primitiven Menschen der Vorzeit aus dem Kampf mit den wilden Tieren; sie bildete zunächst die Hauptquelle der Ernährung. Als die Menschen Viehzucht begannen, seßhaft wurden, Ackerbau trieben und dabei an Zahl immer mehr zunahmen, trat die Jagd als Ernährungsquelle erheblich zurück. Das "Wild begann den landwirtschaftlichen Anbau zu schädigen. Die Jagd verfolgte nunmehr auch den Zweck, den durch das Wild...
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Die Jagd einst und heuteDas Jagen ist eine der ursprünglichsten und ältesten Betätigungen des Menschen. Sie entsprang bei den primitiven Menschen der Vorzeit aus dem Kampf mit den wilden Tieren; sie bildete zunächst die Hauptquelle der Ernährung. Als die Menschen Viehzucht begannen, seßhaft wurden, Ackerbau trieben und dabei an Zahl immer mehr zunahmen, trat die Jagd als Ernährungsquelle erheblich zurück. Das "Wild begann den landwirtschaftlichen Anbau zu schädigen. Die Jagd verfolgte nunmehr auch den Zweck, den durch das Wild verursachten Schaden einzudämmen. In geschiditlidier Zeit beginnt die Rodung großer Waldflächen, die Zunahme der Landwirtschaft, ein weiterer Anstieg der Bevölkerung. Konnte bisher jeder jagen, weil jeder Zeit und Möglichkeit dazu hatte und Wild in ausreichender Zahl vorhanden war, so reichte die Jagdgelegenheit nach und nach nur mehr für einen Teil der Bevölkerung. Dies wurde noch verstärkt, als mit der Gründung der Städte, später mit der Industrialisierung, die Bindung an die Landschaft gelöst wurde und die Naturentfremdung der Menschen zunahm. So setzen sich heute die Jäger aus allen Schichten und Berufen zusammen, ihre Zahl ist aber zwangsläufig nur mehr ein ganz geringer Bruchteil unseres Volkes. Bei den Nichtjägern, vor allem bei der Landbevölkerung, aber auch bei dem Großteil der Städter als Nachklang ihrer ländlichen Herkunft, ist jedocii das Interesse an jagdlichen Dingen wachgeblieben.Die Jagd hat den Menschen zur Erfindung und Herstellung seiner ersten Waffen und Werkzeuge veranlaßt. Die Steinschleuder, der Speer, Pfeil und Bogen, die Armbrust, schließlich mit der Erfindung des Schießpulvers das Gewehr, dienten im Abstand von Tausenden von Jahren entwicicelt meist erst der Jagd, bevor sie im Kampf mit den Feinden verwendet wurden. Der einfache Jäger war in der Herstellung von Vorrichtungen und Geräten, die ihm zur Tötung oder zum Fang des Wildes verhalfen, erstaunlich findig; jedes Mittel war erlaubt. Gruben, Fänge, Fallen, Schlingen, Netze fanden Verwendung. Die moderne Technik vollends brachte neue Hilfsmittel bis zu den vollkommensten Waffen aller Art, Jagdgläsern und Zielfernrohren. In seiner Verwendung bei der Jagd hat die Zähmung und Dressur des Hundes ihren Ursprung.Die Erzeugnisse der Jagd braciiten dem Menschen neben der Nahrung allerlei brauchbare Dinge. Aus den Knochen fertigte er Pfeilspitzen, Nadeln und Schmuck, die Felle und Pelze verarbeitete er zur Bekleidung, nach der Erfindung der Gerberei auch zu Leder. Diese Verwendung hat sich im Laufe der Jahrtausende den Verhältnissen angepaßt, gewandelt und ist heute noch, was Felle, Pelze, Wildleder anlangt, von hoher Bedeutung.Dementsprechend war der wirtschaftliche Wert der Jagd zu allen Zeiten groß. Die Verwertung der Jagderzeugnisse, des Wildprets, der Decken und Bälge, ihre Verarbeitung und Veredlung, die Herstellung der Jagdwaffen, Jagdgeräte, Patronen sichern heute Tausenden von Personen Verdienst und Brot.Um sidi ein Bild vom heutigen Wirtschaftsfaktor Jagd (oder Jagdwirtschaft) machen zu können, mögen folgende Angaben dienen. Die bejagbare Fläche in der Bundes-

Termékadatok

Cím: Jagdkunde [antikvár]
Szerző: Fritz Nüßlein
Kiadó: BLV Bayerischer Landwirtschaftsverlag GmbH
Kötés: Fűzött keménykötés
Méret: 170 mm x 240 mm
Fritz Nüßlein művei
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