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Das Kätzchen rieb sich in der Dunkelheit an Roger Wests Beinen. Er zuckte zusammen und schaltete die Taschenlampe ein. Zwei große Augen funkelten im Licht. Dann streckte sich das Tierchen und verschwand.
Roger setzte seinen Weg in forscher Gangart fort. Seine Absätze klapperten auf dem Pflaster. Ein weißgestrichenes Tor tauchte im Sternenlicht auf. Er bog in die Auffahrt ein und holte das Schlüsselbund heraus. Nach Gefühl schob er einen der Schlüssel ins Schloß, öffnete die Tür und betrat den dunklen Korridor. Hier stieß er gegen etwas, was eigentlich nicht hier sein sollte. Er verlor das Gleichgewicht. Die Taschenlampe fiel ihm aus der Hand auf den Teppich. Die Schlüssel klirrten. Er streckte eine Hand aus, um sich irgendwo festzuhalten. Dabei bekam er den Schirmständer zu fassen und riß ihn um. Aus einer Tür auf der rechten Seite des kleinen Korridors fiel Lidit. Eine Frau mit zerzaustem Haar zeichnete sich dagegen ab. Sie trug einen dunkelblauen Hausmantel, der bis zu den Füßen reichte und gerade noch die Spitzen der roten Pan-töffelchen sehen ließ. Vorwurfsvoll starrte sie Roger an. '
»Hallo, Darling!« sagte er. »Noch nicht im Bett?« »So gut wie«, sagte »Darling«. »Was hast du denn hier angestellt?«
»Ich glaube, ich habe dir ein Geschenk mitgebracht«, sagte er und stand behutsam auf.
»Und das soll ich glauben? Es ist Viertel vor eins. Wo ist es denn?«
»Das überlege ich auch gerade«, seufzte Roger und spähte ins Halbdunkel. »Was ist denn dort hinter dir?« Seine Frau dachte nicht daran, sich umzudrehen. »Ich wußte ja, daß du alle möglichen Fehler hast, aber bisher habe ich immer geglaubt, Bier mache dich nicht betrunken«, sagte sie. »Also laß die dummen Scherze!« Dann wirbelte sie plötzlich henrni. »Was ist das? Etwas hat mich am Bein berührt! Ich weiß es ganz genau!«
»Ich habe dich gewarnt«, sagte Roger. »Es hat mein Bein auch berührt, und da wußte ich, daß es Ärger geben würde. Bleib