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ERSTES BUCH
I
Im Spätsommer jenes Jahres lebten wir in einem Hause in einem Dorfe, das über den Fluß und die Ebene zu den Bergen hinübersah. Im Flußbett lagen Kieselsteine und Geröll trokken und weiß in der Sonne, und in den Stromrinnen war das Wasser klar und reißend und blau. Truppen marschierten an unserm Haus vorbei und die Straße hinunter, und der Staub, der von ihnen aufgewirbelt wurde, puderte die Blätter der Bäume. Auch die Stämme der Bäume waren bestaubt, und die Blätter fielen in jenem Jahr früh ab, und wir sahen die Truppen auf der Straße vorbeimarschieren und den Staub aufsteigen und die vom Wind geschüttelten Blätter abfallen und die Soldaten marschieren und die Straße nachher leer und weiß bis auf die Blätter.
Die Ebene stand in reicher Ernte; es gab viele Gärten voller Obstbäume, und jenseits der Ebene waren die Berge braun und kahl. In den Bergen wurde gekämpft, und nachts konnte man das Mündungsfeuer der Artillerie sehen. Im Dunkel sah es wie Wetterleuchten aus, aber die Nächte waren kühl, und man hatte nicht das Gefühl von einem aufziehenden Sturm.
Manchmal hörten wir in der Dunkelheit Truppen unter unserm Fenster marschieren und Kanonen vorbeikommen, die von Traktoren gezogen wurden. Nachts war viel Verkehr, und auf den Straßen eine Menge Maultiere, die auf beiden Seiten ihrer Packsättel Munitionskisten trugen, und graue Lastautos mit Soldaten beladen und andere Lastwagen voll Fracht, mit Planen bedeckt, die im Verkehr langsamer fuhren. Manchmal wurden auch tags schwere Geschütze von Traktoren vorbeigeschleppt, die langen Kanonenrohre unter grünen Zweigen verborgen und die Traktoren mit grün be-