Bővebb ismertető
I.
Untergangsstimmungen
Wir leben in einer besessenen Welt. Und wir wissen es. Es käme für niemanden unerwartet, wenn der Wahnsinn eines Tages plötzlich ausbräche in einer Raserei, aus der diese arme europäische Menschheit zurücksänke, stumpf und irr, indes die Motoren noch surren und die Fahnen noch flattern, der Geist aber ist entwichen.
Überall der Zweifel an der Haltbarkeit des sozialen Systems, in dem wir leben, eine unbestimmte Angst vor der nächsten Zukunft, Gefühle des Sinkens und Untergehens der Kultur. Es sind nicht nur Beklemmungen, die uns in den leeren Stunden der Nacht überfallen, wenn die Lebensflamme niedrig brennt. Es sind wohlbedachte Erwartungen, gegründet auf Wahrnehmung und Urteil. Die Tatsachen bedrängen uns. Wir sehen vor Augen, wie fast alle Dinge, die einst fest und heilig schienen, schwankend geworden sind: Wahrheit und Menschlichkeit, Vernunft und Recht. Wir sehen Staatsformen, die nicht mehr funktionieren, Produktionssysteme, die im Sterben liegen. Wir sehen soziale Kräfte, die ihr Wirken ins Sinnlose steigern. Die dröhnende Maschine dieser gewaltigen Zeit scheint im Begriff festzulaufen.