Bővebb ismertető
Einleitung
Eine neue Perspektive
Vor etwa 20 Jahren produzierte der geniale amerikanische Filmregisseur Orson Welles einen Abenteuerfilm, der mit der originellsten Pointe abschloß, die ich bei einem Film dieses Genres bisher gesehen habe. Beim großen »Show-down«, der Schlußabrechnung, stellte sich der Oberschurke - Orson "Welles spielte ihn selbst - seinem Todfeind in bequemer Schußentfernung, am hellichten Tage, ohne jede Deckung, und trotzdem praktisch unerreichbar.
Die Szene spielte auf einem Rummelplatz, und der Witz bestand darin, daß es dem von Welles verkörperten Gangster gelungen war, seinen Widersacher in ein Spiegelkabinett zu locken. Dort trat der Verfolgte seinem Jäger furchtlos entgegen, deutlich sichtbar, aber eben nicht nur einmal, sondern gleich dutzendfach vervielfältigt nebeneinander durch die spiegelnden Wände des raffiniert konstruierten optischen Labyrinthes.
Das Duell endete, wie es unter diesen Umständen enden mußte. In hilflosem Zorn feuerte der Verfolger Schuß auf Schuß auf die Abbilder seines Opfers. Er verursachte einen Haufen Scherben. Aber sein Revolver war leer, bevor er das Original selbst getroffen hatte. Der Drehbucheinfall war großartig und geistreich. Eine raffiniertere Art der Tarnung ist kaum denkbar. Wenn man schon nicht die Möglichkeit hat, sich zu verstecken, und wenn man nicht in der Lage ist, sich unsichtbar zu machen, dann besteht der beste Ausweg darin, dem Verfolger zusätzliche Scheinziele anzubieten. In einfacherer Form geschieht das daher auch seit alters her im Kriege. Auch da versucht man, das Feuer des Feindes von den wirklichen Zielen durch Attrappen abzulenken, etwa durch den Bau von Schein-Flughäfen oder durch Panzer aus Pappe.
Wo immer wir auf einen solchen Trick stoßen, wo immer wir durch ein