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DIE SIPPE DER LOYOLAFestgefügt wie die Quadersteine des adeligen Herrenhauses seiner Sippe im Herzen der baskischen Provinz Guipúzcoa steht das Leben und das Wirken des heiligen Ignatius von Loyola in der Geschichte der Kirche und der Kultur des 16. Jahrhunderts. Seine heroische Gestalt bedarf der Legende nicht. So sei sein Leben hier nachgezeichnet durch die Kunst des Lichtbildes, das die versunkene Welt des Ignatius wieder beschwört, und durch das Wort einer Lebensgeschichte, die sich für jeden Satz aufbaut aus den historischen Quellen, deren uns für Ignatius ein reiches Maß zur Verfügung steht.Inigo López de Loyola gehört durch Geburt und Erziehung einer der vierundzwanzig baskischen Adelsfamilien Guipúzcoas an, die seit den Urzeiten dieses geheimnisvollen Volkes auf ihren behäbigen bäuerlichen Gütern hausen. Der erste 1180 urkundlich nachweisbare Ahnherr seines Geschlechtes ist Lope de Ofíaz, dessen Adelssitz auf dem Berg von Onazmendi südlich von Loyola heute völlig verschwunden ist. Der Enkel dieses Lope heiratet um 1260 die Erbtochter Ines de Loyola, und seitdem sind diese beiden Namen und Wappen vereinigt. Die Enkel dieses Paares sind die vom baskischen Volkslied besungenen Helden der Schlacht von Beotibar (13 21). Beltrán Yánez de Loyola erwirbt 1394 zu allen Gütern noch das reiche Patronat der Pfarrkirche im benachbarten Azpeitia, und aus seinem Testament von 1405 wissen wir, daß er am Ende des 14. Jahrhunderts sein ererbtes Herrenhaus zu einem festen Wohnturm ausgebaut hat, dessen meterdicke Quadern 1420 selbst der Feldschlange der adeligen Feinde widerstanden. Seine Erbtochter Sancha heiratet 1416 Lope Garcia de Lazcano aus einem uralten baskischen Geschlecht, das schon 1053 mit Inigo de Lazcano bezeugt wird. Ein Zeitgenosse sagt von beiden Häusern: Es i st das Haus Loyola aus dem Stamm der Onaz das mächtigste an Einkünften, Geldbesitz und Gefolgsleuten, mit Ausnahme des Hauses Lazcano. Der Sohn aus dieser Ehe ist Inigos Großvater, Juan Pérez de Loyola.Die Fehden des in zwei Parteien gespaltenen baskischen Adels, ihr gemeinsamer Kampf gegen die seit dem 14. Jahrhundert aufstrebenden Städte, ihr Stolz auf die7