Bővebb ismertető
Alfred Läpple
Theologische Einführung
Orientierungsdaten für das Verständnis der Glaubensverkündigung des Papstes Johannes Paul II.
Jeder Mensch befindet sich - ausgepflockt durch Geburts- und Sterbedatum - im Kontext einer ganz bestimmten geschichtlichen Epoche und damit in der Landschaft seines Volkes, seiner geographischen Heimat, seiner Sprache, seiner geistigen, religiösen und politischen Tradition. Auch der Gott-Mensch Jesus, der Christus, hat in der „Knechtsgestalt" (Phil 2,7) einer geschichtlichen Existenz gelebt. Bei der Analyse seiner Botschaft wurde mit Recht auf den Erdgeruch Palästinas aufmerksam gemacht, der in der Sprechweise, in der Vorliebe für Gleichnisse und Spruchsammlungen, in den verwendeten Bildern und Anschauungsmaterialien festzustellen ist. Es zählt zu den wertvollen Erkenntnissen der modernen Theologie, daß auch die Offenbarung Gottes zu den Menschen gelangt ist durch das Instrument der menschlichen Sprache. Der im Alten Testament sich offenbarende Gott, der im menschgewordenen Sohn Gottes sein bekrönendes Ja und Amen gesprochen hat, hat - um ein Bildwort zu gebrauchen - die Melodie des Jenseits und der ewigen Wahrheit auf dem Instrument der irdisch- diesseitigen Sprache zum Erklingen gebracht.
Dadurch vollzieht sich einerseits die Einkörperung der Gotteswahrheit in Zeit und Raum, andererseits erweist die Unzulänglichkeit und Überholbarkeit der menschlichen Sprache, daß die Gotteswahrheit in einem späteren Menschheitsstadium noch umfassender an die Menschen herangetragen werden kann. Das Geheimnis der Menschwerdung, das im Johannes-Evangelium in der Aussage: „Und das Wort ist Fleisch geworden" (Joh 1,14) aufscheint, hat im Geheimnis der Sprachwerdung der Gotteswahrheit im Laufe der Menschheitsgeschichte eine dramatische Dynamik, die erst am Ende der Geschichte ihren Abschluß findet. Es ist daher keineswegs verwunderlich, wenn auch die Geschichte der Kirche, vornehmlich ihre Glaubensverkündigung, die Zeichen der Geschichte trägt. So sind, bis hinein in die FormuUerungen, die Glaubensaussagen der ersten.