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Hermann Kant schreibt über die Gedichte von Eva Strittmatter: „Aufschreckend genaue Beobachtungen aus eines Lebens Mitte; Wortfassungen von Gefühlen, die auch uns begleiten und bedrángen - bedrángten, weil wir bislang noch keine Namen für sie hatten; Dankinschriften für ferne Freunde und entlegene Freuden; fuchsteufelswilde Zornausbrüche, gerade noch durch den Reim gebándigt, und Liebessprüche, an denen nur árgert, dafi sie uns nicht meinen; Mutbeweise, Verstandeszeugnisse, schönste Lebenszeichen - Kunstwerke .. . Es freut mich . . dafi wir wieder eine gefunden habén, die des Dichters alte Gebárde nicht scheut und ihr Ohr an die Erde legt und an unsere Brust. Was sie hört, ist manchmal sehr lustig und manchmal gar nicht; es macht uns Mut, und es dámpft unseren Übermut auch; es ist Wahrheit, und davon brauchen wir viel."