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Das Moskauer Elektrokombinat -Ein Meilenstein auf dem Weg zur Industrialisierung
Anfang der 30er Jahre tauchten auf Straßen und Plätzen sowjetischer Städte ungewöhnliche Lampen auf: In ihrem Innern befand sich eine Leninfigur aus Nickel, die den Weg in die kommunistische Zukunft erleuchtete. Es handelte sich um ein neues, zeitgemäßes Erzeugnis des Moskauer Elek-trokombinats, in dem sich praktischer Nutzen und Ideologie vereinten. Der landesweit bekannte Betrieb galt für Zeitgenossen als ein Symbol der sozialistischen Industrialisierung. Die Zeitungen waren voll von Berichten über das Werk und seine Produktion. Wladimir Majakowski besuchte 1930 den Betrieb und widmete der Belegschaft das Poem »Der Marsch der Stoßbrigaden«, dessen Erstveröffentlichung am 14. Januar 1930 in der Betriebszeitung des Kombinats erfolgte.
»Ruckzuck!
In Rußlands Dunkel und Dust
Pflanze Glühbirnen flugs!
Zahn an Zahn!
Halt Schritt! Und Schnellschritt!
Kein Tempoverlust!
Überhol doch
Den eigenen Plan!
Auch prominenten Besuchern wie Bernard Shaw und Lady Astor, die sich 1932 in der UdSSR aufhielten, zeigte man dieses Werk, um ihnen die grandiosen Erfolge der sowjetischen Industrialisierung vor Augen zu führen.
Zur formalen Gründung des Moskauer Elektrokombinats kam es Ende 1928. Durch den Zusammenschluß der Moskauer Vereinigung der Elektro-lampenwerke (MOFEL) mit den weniger leistungsstarken Fabriken für Transformatoren-, Scheinwerfer-, Röhrenbau und Kraftfahrzeugelektrik entstand ein zum damaligen Zeitpunkt gigantischer, wenn auch schwer zu