Bővebb ismertető
Ich schreibe die Einführung zu diesem Buch von und über meine Freundin Linda Marchiano aus Gründen, die vor allém mit Ihnen, dem Leser, zu tun habén. Als erstes möchte ich eine Bedingung stellen: wenn Sie mit dem Lesen dieses Buchs begonnen habén, dann lesen Sie es bitté auch zu Ende. Habén Sie námlich nur einen Teil von Lindas Erfahrungen zur Kenntnis genommen, würde es mich nicht wundern, wenn Sie das Buch mittendrin mit dem Gedanken beiseite legen, sie könnte an ihrem tragischen Schicksal nicht ganz schuldlos sein. Ich sage dies keineswegs aus mangelndem Vertrauen in den Leser. Im Gegenteil bin ich sogar fest davon überzeugt, dafi Sie die erniedrigenden Tatsachen von Lindas langem Lebensweg durchaus selbst richtig einschátzen und beurteilen können. Das ist auch genau der Grund, weshalb Ich bin frei, áhnlich ihrem früheren Buch Ordeal, so eminent wichtig ist. Aber wir leben noch zu sehr in Zeiten, in denen die Opfer von Vergewaltigungen nach wie vor verdáchtigt werden, um die erniedrigende und gewalttátige Behandlung, die ihnen aufgezwungen wurde, >gebeten< zu habén; in denen den Aussagen eines Opfers kein Glauben geschenkt wird, es sei denn, sie werden durch einen aufíenstehenden Augenzeugen bestátigt; und in denen schliefilich die persönliche Lebensgeschichte eines Opfers vor Gericht durchaus noch Gegenstand der Erörterung ist, wohingegen dies im Fali der Vergangenheit des Vergewaltigers, auch wenn er vorbestraft war, nicht zulássig ist. Kein Wunder alsó, wenn immer noch Tausende von zu Hause ausgerissene Teenager, verángstigte Frauen und selbst Kinder, die Jahr für Jahr Opfer erzwungener Prostitution und Pornographie werden - wenn diese Opfer auch noch der Kooperation mit ihren Ausbeutern beschuldigt wer-