Bővebb ismertető
Schadr Iwan Dmitrijewitsch (1887-1941) - hervorragender Bildhauer, einer der bedeutendsten sowjetischen Altmeister, die das Fundament der Kunst des sozialistischen Realismus legten. Sein Lenin-Denkmal am Staudamm des Wasserkraftwerks von Semo-Awtschalsk, an dem er in den Jahren 1925-1927 gearbeitet hat, ist eins der ersten bedeutenden Monumentalwerke, die nach der Oktoberrevolution entstanden. Diese Skulptur gehört auch heute noch zu den besten Bildnissen Lenins in der sowjetischen Kunst. Sie entstand nach langer Vorarbeit, denn der Künstler suchte nach Wegen und Mitteln, um die Gestalt und den Charakter des Führers der Revolution wiederzugeben. Die einzige Begegnung des Bildhauers mit Lenin wurde zum wichtigsten Erlebnis, das ihn besonders tief die Verantwortung des Künstlers dem Volke gegenüber empfinden liefB. Sollte er doch ein Werk schaffen, das des Andenkens dieses groBen Führers der Revolution würdig ware. Diese Begegnung fand im Saulensaal an der Bahre Lenins statt, wohin Schadr gekommen war, um Lenin das erste und letzte Mai nach der Natúr nachzubilden. Vom Requiem wandte sich der Künstler der Bejahung der Unsterblichkeit des Leninismus, der Verkörperung der Gestalt des lebendigen Führers zu, der den Willen der Revolution vollstreckt und untrennbar mit dem Volke verbunden ist. Die charakteristischsten Wesenszüge dieses Denkmals sind: revolutionares Pathos, heroische Monumentalitat, lakonische Ausdruckskraft der Silhouette und schlieBlich die in Komposition und Sinn eng verbundene Gestalt Lenins mit einem der ersten Wasserkraftwerke, das nach dem Leninschen Plan der Elektrifizierung des Landes erbaut wurde. Schadr war vom ersten Schritt seiner künstlerischen Laufbahn an der Geist des realistischen Neuerertums, der Volkstürmlichkeit und der revolutionaren Romantik eigen. Bereits in den ersten Jahren nach der Oktoberrevolution gestaltete der Bildhauer den neuen Helden, den wahren Schöpfer der Geschichte, den werktatigen Menschen. Derart ist sein „Arbeiter", sein „Bauer", der „Rotarmist" und der „Saer". Die Plastiken dieser Serie, die Schadr 1922-1923 schuf, waren dazu bestimmt, auf Geldscheinen und Postmarken abgebildetzu werden, d. h. die starkste Verbreitung zu finden. Tiefe Symbolik dieser Arbeit besteht darin, daB das Bild eines einfachen Bauers, eines der besten Saer aus einem entfernten Uraler Dorf, der für die Plastik „Saer" Modell stand, anstelle des Zarenportrats auf den Geldscheinen der jungen Republik der Werktatigen gepragt wurde. In den Jahren 1925-1927 arbeitete Schadr an der Plastik ,,Der Pflasterstein - die Waffe des Proletariats", das zu einem der hervorragendsten Bildwerke der sowjetischen Kunst wurde, die das historische Thema der Revolution zum Inhalt habén. In der Gestalt des Rebellen aus dem Volke sind die typischen Züge des russischen Arbeiters verkörpert, der sich zum erstenmal zum bewuBten Klassenkampf erhoben hat. In diesem Werk verschmelzen sozusagen die traditionelle Manier von Meunier mit der russischen demokratischen Maierei zu einem Ganzén. Die Welt der Empfindungen und Gedanken des neuen Menschen, den die neue historische Epoche hervorgebracht hat, findet ihren Ausdruck in Schadrs Schöpfungen - in den Portrats, Kompositionen, Denkmalern sowie in den ,,Memorialplastiken". Zu den letzteren gehören die vom Bildhauer geschaffenen Grabmaler. Die meisten dieser Werke kennzeichnet ein trauriges, aber lichtes und ed les Nachsinnen, eine mannhaft-zartliche Anteilnahme des Freundes (die Grabmaler für N.S. Allilujewa und J. N. NemirowitschDantschenko). Doch im Grabmalfür W. M. Fritschez. B. istes keine abgeklarteTrauer mehr, sondern ein Ausbruch zornigen Grams. Das ZeitgemaBe der Gedanken und Gefühle des Bildhauers sowie seiner Manier hilft Schadr die Gestalten der groBen Schriftsteller der Vergangenheit mit besonderer Tiefe und Überzeugungskraft zu verkörpern. Der Künstler offenbart uns sozusagen