Bővebb ismertető
über den Plan unserer Zwei-Sprachen-
Bücher.
Die Idee des Zwei-Sprachen-Buches reicht bis zu den Ägyptern zurück, blühte im Mittelalter als sogenannte Interlinearversion (das heißt Übersetzung zwischen den [fremdsprachigen] Zeilen) und ist in der Neuzeit von der vorklassischen Periode an (Gottscheds Horaz-Über-setzungen, 1730) ununterbrochen und nicht nur in Deutschland nachzuweisen.
Je nach dem Zweck, den eine zweisprachige Ausgabe verfolgt, nämlich den künstlerischen oder den lehrhaften, wird die Technik der Übersetzung eine verschiedene sein müssen. Aber auch bei unserer Ausgabe, deren lehrhafter Zweck eindeutig ist, war die Wahl zwischen verschiedenen Übersetzungsmögliehkeiten zu treffen.
Zur Auswahl stand einerseits die streng wörtliche Übersetzung, bei der auch die Wortfolge und Satzstellung des fremden Textes genau gewahrt bleibt, anderseits die Übersetzung, die den Sinn des fremdsprachigen Textes in gutem Deutsch wiedergibt, ohne die Originalkonstruktionen sklavisch nachzuahmen.
Beide Methoden haben bei starrer Durchführung ihre großen Nachteile.
Bei der wörtlichen erhält man eine Übersetzung, die nur noch dem Namen nach deutsch ist, in Wirklichkeit aber eine sinnlose Aneinanderreihung deutscher Wörter in Konstruktionen und Enormen, die unserer Grammatik unbedingt widersprechen. Und noch eines steht diesem Verfahren entgegen: Jede Sprache besteht zum großen Teil aus Wörtern, die nicht im ursprünglichen, sondern im übertragenen Sinne gebraucht werden. Lernt der Leser nun nur den ursprünglichen = wörtlichen Sinn kennen, so wird er niemals richtig sprechen lernen. Ein einfaches Beispiel: