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Erstes Kapitel
Mittwochs fuhr Pauls Mutter von ihrer Arbeit im Rathaus immer mit der Straßenbahn zur Merrion-Kapelle, um dem abendlichen Gottesdienst beizuwohnen, und gewöhnlich ging er dann nach der letzten philosophischen Vorlesung von der Universität aus hinüber und holte sie ab. An diesem Mittwoch hielt ihn seine Unterredung mit Professor Slade länger auf, und nach einem Blidi auf seine Uhr beschloß er, gerades-wegs heimzugehen.
Es war Juni, und der schöne, erwartungsvolle Abend verzauberte die schmutzigen Gebäude von Belfast. Die Dädier und Schornsteine der nordirischen Stadt, die sich von dem goldgetönten Himmel abhoben, verloren ihre prosaischen Umrisse und schimmerten geheimnisvoll wie eine Traumstadt.
Als Paul zur Larne Road gelangte, der stillen Seitenstraße mit Reihenhäusern aus Backstein, wo er mit seiner Mutter im Erdgesdioß von Nummer 29 eine Dreizimmerwohnung innehatte, wurde er von Freude ergriffen. Er spürte plötzlich die atemberaubende Schönheit und Verheißung des Lebens. Einen Augenblick blieb er an der Haustür stehen, ein be-sdieidener junger Mann in einem abgetragenen Tweedanzug und ohne Hut, und füllte seine Lungen mit der linden Luft. Dann drehte er sich tatkräftig um und steckte den Schlüssel ins Schloß.
Der Kanarienvogel sang in der Küche. Paul pfiff dem Vogel zu, während er seinen Rock auszog und im Flur auf