Bővebb ismertető
Die Hieb- und Stichwaffen werden zur Gruppe der blanlen oder kalten Waffen gerechnet, die im Nahkampf von der Kraft und der Schnelligkeit des menschlichen Körpers beherrscht werden.
Diese Waffen charakterisiert die lange und relativ schmale Klinge, deren Form durch die Kampfgewohnheiten des einen oder anderen Stammes, Volkes oder Staates oder auch eines großen Teils eines Kontinents in einem bestimmten Entwicklungsabschnitt und bei einem bestimmten Stand der Technik bedingt ist.
Die Klinge ist der Länge nach an einer oder auch an beiden Seiten geschliffen. Sie ist in der Regel glatt oder verschiedentlich ausgeschliffen und mit Rinnen versehen. Sie endet gewöhnlich in einer Spitze. Den zweiten, viel kürzeren Teil der Waffe bildet der Griff, der zum Halten und Handhaben der Waffe dient. Zur Befestigung des Griffes dient der Knauf oder die Griffkappe. Zum Schutz der Faust dienen entweder nur eine zwischen Klinge und Griff eingesetzte metallene Querstange (Parierstange) oder später das durchbrochene Gefäß oder der aus einem Stück bestehende tiefe Korb, der dann die ganze Faust, vor allem von außen, schützt. (Eine Ausnahme bildet hier der russische Kosakensäbel, der keinen Handschutz aufweist.) Die Klinge ist mit dem Griff durch den Griffbügel verbunden, der, von der Klinge ausgehend, durch den ganzen Griff hindurchgeht. Nach der geschichtlichen Entstehungszeit, die sich in der Form der Klinge und der Art des Gefäßes widerspiegelt, teilt man die Hieb- und Stichwaffen in mehrere Arten ein: Schwerter, Degen, Rapiere, Florette, Pallasche, Säbel, Faschinenmesser, Handschare, Jatagane, Kindschale und Dolche einschließlich der Stilette.