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,,E5 gibt keine stärkere Naturkraft, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist."VICTOR HUGOVorwortHermann Oberths Buch Die Rakete zu den Planetenräumen" wurde im Jahre 1923 veröffentlicht. Es ist das wissenschaftliche Fundament, auf dem sich die technische Entwicklung der Astronautik bisher vollzogen hat.Bis zur Herausgabe dieses Buches vor rund 60 Jahren war der Gedanke einer künftigen Weltraumfahrt nicht viel mehr als ein Gebilde schwärmerischer Phantasie. Gewiß hatte auch Hermann Oberth seine Vorgänger: Wie alle Wissenschaftler, so baute auch er seinen Beitrag zum Fortschritt auf ererbtem Gedankengut auf. Der Franzose Jules Verne hatte den Mond mit einer Riesenkanone zu erreichen versucht und bereits richtig die hierzu erforderliche Geschoßgeschwindigkeit errechnet. Der Deutsche Hermann Gans-windt und der Russe Konstantin E. Ziolkowsky hatten bereits auf die Vorzüge des Raketenprinzips für den Bau eines Raumschiffes hingewiesen. Der Amerikaner Robert H. Goddard hatte erklärt, daß es möglich sei, mit mehrstufigen Pulverraketen den luftleeren Raum zu erreichen und vielleicht sogar eine Blitzlichtladung auf der Mondoberfläche zur Entzündung zu bringen. Dennoch wäre jedem Physiker und Mathematiker der Gedanke, sich mit einer wissenschaftlichen Analyse des Problems der Raumfahrt zu beschäftigen, völlig abwegig und absurd erschienen.Hermann Oberth war der erste, der in Verbindung mit dem Gedanken einer wirklichen Weltraumfahrt zum Rechenschieber griff und zahlenmäßig durchgearbeitete Konzepte und Konstruktionsentwürfe vorlegte.Seine langjährigen Studien fanden ihren ersten Niederschlag in dem Buch ,,Die Rakete zu den Planetenräumen", das uns eine Fülle von bahnbrechenden Ideen schenkte. Die hier niedergelegten Gedankengänge und Berechnungen liefern den Beweis für die technische Durchführbarkeit der Raumfahrt. In prophetischer Klarheit beschreibt Hermann Oberth alle wesentlichen Elemente unserer heutigen Großraketen, die von zeitgenössischen Schreibern oft für Erfindungen der letzten Jahre gehalten werden. Darüber hinaus entwickelte er die theoretischen Grundlagen für Prinzip und Arbeitsweise von Flüssigkeitsraketen und ihren Steuerungsmethoden.