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VORWORT
Die Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft legt hiermit den lO./l I.Jahrgang ihres Jahrbuchs vor - im Jahre 1955, dem Gründungsjahr der Gesellschaft, erschien der erste Band. Diesmal steht dervorderMitgliederversammlungl963gehaIteneRechenschafts-bericht an der Spitze; denn damals trat die Gesellschaft in ihre dritte Wahlperiode ein, die sie wiederum unter der Schirmherrschaft des Nestors der Musikwissenschaft Max Schneider sieht. Die anderen Beiträge des vorliegenden Jahrbuchs beschäftigen sich mit Themen, die mehr oder weniger direkt Händeis Schaffen berühren. Ein wichtiges, bisher kaum beachtetes Gebiet der Händel-Forschung behandelt der Artikel des amerikanischen Musikologen Alfred Mann „Händeis Kompositionslehre"; in absehbarer Zeit wird das gesamte interessante Material in der Hallischen Händel-Ausgabe erscheinen. Der Aufsatz des englischen Händel-Forschers James S. Hall über den jüngeren Smith führt die im Jahrbuch 1957 veröffentlichten Studien desselben Autors über Händeis Freund und Sekretär fort. Auf der Konferenz „Deutsche Instrumentalmusik der frühen Aufklärungsepoche" anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens des hallischen Instituts für Musikwissenschaft (April 1963) hielt Ernst H. Meyer einen Vortrag über die deutsche Instrumentalmusik um 1700, den wir auf Grund seiner auch für die Händel-Forschung wichtigen Ergebnisse hier gern abdrucken. Hans Große übersetzte den Aufsatz „Telemann in Paris" des bekannten französischen Musikforschers de la Laurencie und versah ihn mit reichem Kommentar; die Veröffentlichung möge die enge Zusammenarbeit der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft mit der Magdeburger Te-lemann-Pflege symbolisieren.
Vor 150 Jahren starb der bedeutende hallische Liederkomponist und Schriftsteller Johann Friedrich Reichardt; sein erstaunlich reiches Händel-Bild beleuchtet Günter Härtung in einer umfangreichen Studie, die seiner an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verteidigten Dissertation „Johann Friedrich Reichardt als Schriftsteller und Publizist" entnommen ist:
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