Bővebb ismertető
VorwortBisher herrschen sowohl in der klinischen Praxis als auch in hygienisch-mikrobiologischen Disziplinen uneinheitliche Auffassungen über das Leistungsvermögen und die Leistungsgrenzen der Antiseptik. Antiseptika werden zwar in großem Ausmaß prophylaktisch und therapeutisch angewandt, oftmals aber nicht in dem Bewußtsein, Antiseptik zu betreiben. Demzufolge werden die antiseptischen Maßnahmen unter den verschiedensten Bezeichnungen durchgeführt, die von der Desinfektion bis zur Chemotherapie reichen. Das wirkt sich selbstverständlich ungünstig auf die weitere Profilierung derartiger Maßnahmen sowie auch auf die Entwicklung neuer Präparate aus. AnUegen des Handbuches der Antiseptik ist daher die Darstellung dieses Teilgebietes des antimikrobiellen Regimes als ein eigenständiges Gebiet, wobei auch die Übergänge insbesondere zur Desinfektion und zur Chemotherapie berücksichtigt werden. Das Handbuch gliedert sich in die 4 Bände:Grundlagen der Antiseptik (Band I),Beschreibung antiseptischer Stoffklassen (Band II),Praxis der Antiseptik (Band III) sowietoxische und allergische Nebenwirkungen von Antiseptika (Band IV).Im vorliegenden Teilband 1/3 wird ein Teil der episomatischen Biotope des Menschen dargestellt, nämlich der Respirationstrakt, die Mundhöhle und der Magen-Darm-Trakt. Die übrigen Biotope Haut, Wunde, äußeres Auge, äußeres Mittel- und Innenohr sowie Nase und Nasennebenhöhlen einschließlich endokranieller Komplikationen, Nasenrachen und Mundrachen mit Waldeyerschem Rachenring, Kehlkopf und Hypopharynx, äußerer Hals, Trachea und Speicheldrüsen, weiblicher Genitaltrakt und männlicher Urogenitaltrakt werden im Band 1/4, dessen Erscheinen für 1983 vorgesehen ist, behandelt. Grundanliegen der Teilbände 1/3 und 1/4 ist die Beschreibung der episomatischen Biotope als Wirkort für die Antiseptika. Dabei stehen folgende Aspekte im Vordergrund:gesunde Haut und Schleimhaut als Milieu und Nährstoffquelle für Mikroorganismen,Mikroflora des Biotops und Faktoren ihrer Beeinflussung,Entstehung mikrobieller Infektionen am Biotop sowieZielstellung und Möglichkeiten einer prophylaktischen und therapeutischen Antiseptik am Biotop.Diesem Teilband 1/3 vorangestellt haben wir eine Nomenklatur der Viren und Bakterien einschließlich der verwendeten Abkürzungen, um dem Leser eine Nachschlagemöglich-keit für die im Handbuch verwendete Nomenklatur der Mikroorganismen zu gewähren.Ferner wird den speziellen Biotopkapiteln dieses Bandes eine gesonderte Darstellung zu allgemeinen Fragen der Infektabwehr an der Körperoberfläche vorangestellt die zum Verständnis des mikrobiellen Gleichgewichts der episomatischen Biotope beitragen soll Wir möchten den Leser um Verständnis dafür bitten, daß Band 1/3 als erster des Handbuches erscheint und nicht Band I/l. Dieser Band enthält eine mehrsprachige Begriffs-