Bővebb ismertető
Ich ging durch die Felder nach Hause. Es war mitten im
Sommer. Das Heu war eingefahren, und die Getreideernte hatte eben begonnen.
Um diese Jahreszeit steht in den Feldern eine wunderbare Fülle von Blumen. Uberall schimmern rote, weiße und rosige, duftende Federnelken und schneeweiße Margeriten mit gelber Mitte, die einen angenehmen würzigen Geruch verbreiten; der gelbe Raps verbreitet seinen Honigduft; dazwischen stehen hohe weiße und violette tulpenartige Glockenblumen und gelbe, rote und rosafarbene Skabiosen. Am Boden kriechen Wicken; der Wegerich erhebt seine violette, leicht rosig überhauchte Blütenähre mit ihrem kaum spürbaren zarten Duft; die Blüten der Kornblume schimmern tiefblau beim Erblühen und im grellen Sonnenschein; gegen Abend und wenn die Blüte zu altern beginnt, werden sie blasser, und die Farbe spielt mehr ins Rötliche hinüber. Im Grase ranken die zarten, mandelduftenden, rasch verwelkenden Kelche der Ackerwinde.
Ich hatte einen großen Strauß verschiedener Blumen gesammelt und ging nach Hause, als ich im Graben eine wundervolle, eben erblühte rote Distel erblickte, eine von jenen Disteln, die man bei uns >Tataren< nennt und die man beim Mähen sorgfältig umgeht oder, wenn sie versehentlich mit abgemäht worden ist, vorsichtig beiseite wirft, um sich die Finger nicht daran zu verletzen. Ich wollte diese Distel abpflücken und sie in die Mitte meines Straußes tun. Ich stieg in den Graben hinunter, verjagte eine an der Blüte festgesogene und süß und ermattet eingeschlummerte dickwollige Hummel und versuchte die Blume abzubrechen. Aber das war keine leichte Arbeit: nicht nur, daß der Stengel nach
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