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Vorabend
In einer fremden Küche sich zurechtfinden, in der Ordnung eines anderen Haushahes, ist gar nicht so einfach. Man sucht ein rundes Brettchen aus Holz, auf dem man den Schinken in Scheiben schneiden könnte, ein scharf geschliffenes Fleischmesser, und findet eine Schublade voller verschieden großer Topfdeckel; man sucht eine Silberplatte für zwei Personen und stößt auf neun viel zu große Tabletts, Trophäen gewonnener Springkonkurrenzen aus den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts.
Im Eßzimmer, auf den Knien vor dem Büffet, hinter dem mächtigen ovalen Tisch mit den schweren silbernen Jugendstilkandelabern, öffne ich Türchen auf der Suche nach den richtigen Gabeln: Fischbesteck kann ich jetzt nicht brauchen. Der Oberst, mein Großvater, schaut aus dem schmalen Goldrahmen auf mich herab, wohlwollend streng, und beobachtet, wie ich kniend zwei blaue Porzellanteller vor ihm aufs Büffet stelle, zwei Messer mit Elfenbeingriff, zwei Kristallgläser, zwei silberne Gabeln mit eingraviertem Familienwappen.
Dieses Wappen verfolgt mich bei jeder Mahlzeit hier; daheim in meinem Junggesellenhaushalt, am Küchentisch, esse ich mit Blechbesteck.
Josepha, die an ihrem freien Tag mit ihrem Mann und der kleinen Tochter andere Emigranten besucht, die aus der gleichen nordspanischen Stadt stammen wie sie, hat
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