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Es regnete stundenlang, nächtelang, tagelang, wochen-
lang. Die Straßen, die Avenuen, die Boulevards glänzten vor Nässe, den Gehsteigen entlang flössen Rinnsale, Bäche, kleinere Flüsse, die Automobile schwammen herum, die Menschen gingen unter Schirmen, waren in Mäntel gehüllt, liefen mit nassen Schuhen und immer feuditen Strümpfen, die Riesen, Putten und Aphroditen, die teils die Balkoné der Palais und Hotels trugen, teils sonst an den Fassaden klebten, troffen, tropften, waren Übergossen von Wasserfäden, von Vogelmist, der sich auflöste, und unter dem griechischen Giebel des Parlaments suchten zwischen den Beinen und Brüsten der patriotischen Reliefs die Tauben Schutz, Es war ein peinlicher Januar. Dann kam der Nebel, auch er tagelang, wochenlang, eine Grippeepidemie, nidit gerade gefährlich für anständige, sozial gesidierte Leute, zwar einige alte Erbonkel und Erbtanten dahinraffend, einige ehrwürdige Staatsmänner, doch sonst nur massenhaft die Vagabunden unter den Brücken am Strom. Da-zwisdien wieder Regen. Immer wieder.
Er hieß Arnolph Archilochos, und Madame Bieler meinte hinter ihrer Theke: »Der arme Junge. So kann man doch nicht heißen. Auguste, bring ihm noch ein Glas Milch.«
Und sonntags sagte sie: »Bring ihm noch ein Perrier.«
Auguste dagegen, ihr Mann, schmächtig, der Sieger einer