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Der schwere Anfang
Allein als zeitgenössisches Dokument betrachtet, spiegeln die Grafiken aus den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg sehr getreu das sich optisch wie psychisch darbietende Bild dieser Zeit wider. Sie schildern den schweren Anfang. Aber schon das Setzen des Anfangs macht die Wandlung sichtbar, die des Lebens und jene der Menschen.
Deutschland war in vier Besatzungszonen geteilt, Berlin wurde zur Viersektorenstadt. In Sachsen fand eine Volksabstimmung über die Enteignung der Industriewerke von Kriegsverbrechern statt; östlich einer Linie, die die sowjetische Besatzungszone von der englischen und der amerikanischen trennte, teilten Landarbeiter, Flüchtlinge und landarme Bauern den Boden der großen Güter auf. Der in weiten Teilen der Bevölkerung entstandene Haß auf den Faschismus, auf alle, die am Krieg verdient und das Volk in den Krieg getrieben hatten, die Sehnsucht nach Frieden, nach Arbeit, nach Brot erzeugten unter den werktätigen Menschen eine Bereitschaft zur Aufnahme sozialistischer Ideen. Die deutsche Arbeiterklasse war sich nach 1945 ihrer Verantwortung bewußt. Ihre historische Aufgabe bestand darin, die bürgerlich-demokratische Revolution zu Ende zu führen und in ganz Deutschland eine antifaschistisch-demokratische Ordnung zu errichten. Aber allein in der sowjetischen Besatzungszone zogen die bestehenden beiden Arbeiterparteien die Lehre aus der Geschichte, schlössen sich zur Aktionseinheit zusammen und vollzogen bald darauf ihre organisatorische Vereinigung, Grundlage für den Weg, der zum Aufbau des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik geführt hat.
Die ersten Kunstausstellungen, die nach 1945 stattfanden, die ersten Manifeste, die an die Öffentlichkeit gelangten, die ersten kunsttheoretischen Erörterungen standen noch ganz im Zeichen der Abrechnung mit dem Erbe, das der Faschismus auf kulturellem Gebiet hinterlassen hatte. Es begann die Sammlung jener künstlerischen Kräfte, die sich nicht vom Nationalsozialismus hatten korrumpieren lassen. Die Frage, ob Kunst angesichts der notwendigsten materiellen Aufgaben überhaupt eine Berechtigung besitze, wurde sofort dahingehend entschieden, daß sie die Pflicht habe, den neuen Menschen gestalten zu helfen, der mehr brauche als nur materielle Güter, wenn er in einem demokratischen Deutschland bestehen wolle. Teilweise wiederholte man Gedanken, wie sie schon die Revolution von 1918 erzeugt und wie sie im Expressionismus einen Niederschlag gefunden hatten. Wo sollten die Künstler auch anders beginnen als dort, wo sie durch die Hitlerdiktatur zu enden gezwungen
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