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Vorwort
Ich liebe Ungarn.
Mit diesem ehrlichen Bekenntnis möchte ich dieses ehrliche Buch über einen Geschichtsabschnitt des ungarischen Volkes und über das Wirken eines ungarischen Staatsmannes einleiten. Daß es keine objektive Kritik gibt — das auszusprechen, hat der Dichter und Kritiker Alfred Kerr schon am Anfang dieses Jahrhunderts den Mut gehabt. Er meinte damit Kunstkritik.
Ich trete an seine Seite und behaupte mit derselben Offenheit, daß es keine objektive Geschichtsschreibung gibt. Noch weniger als objektive Kunstkritik. Denn Geschichte ist noch schwerer faßbar und darstellbar als ein Kunstwerk.
Kerr fordert vom Kritiker: „Er gebe die Kritik des Hasses und der Liebe temperiert durch historische Gerechtigkeit."
Das ist es, was ich hier versuchen will. Ich gebe die Kritik der Liebe zu Ungarn — temperiert durch historische Gerechtigkeit.
Nur so glaube ich, ehrliche und anständige Leser zur Anerkennung meines Suchens nach Gerechtigkeit, zur Uberzeugung der Richtigkeit meiner Darstellung führen zu können.
Denn ich trete mit offenem Visier in die Schranken der Geschichtsforschung. Ich reite nicht verkappt auf den