Bővebb ismertető
GOZO Ogygia war die Insel, an der Odysseus nach seinem Schiffbruch an Land gespült wurde. Hier zog ihn die Göttin Kalypso in ihren Bann und hielt ihn sieben Jahre lang gefangen,bis er von Zeus befreit wurde. So beschreibt Homer dieses Ereignis etwa 800 v. Chr. in seunem Epos "Die Odyssee". Obwohl auch andere Mittelmeerinseln ihren Ursprung von Ogygia herleiten, bestehen die Gaulitaner, wie die Bewohner von Gozo heiBen, darauf, daB ihre Insel die Kalypso-lnsel ist. Die Behausung der Kalypso befindet sich in einer Grotte an einem atemberaubenden Aussichtspunkt über das blaue Mittelmeer und den Sandstrand von Ramla. Mit Sicherheit hat Gozo immer noch die Macht, den. Besucher in anhaltende Bezauberung zu versetzen. Die Insel enthüllt ihre Geheimnisse nur langsam - einige davon vielleicht nie - und ihr Reiz wird nicht geringer, sondern gröBer von dem Moment an, in dem der Fremde erste Kontakté mit den freundlichen Gaulitanern aufnimmt, die Landschaft erkundet, durch die Gassen und über die Wege der Dörfer schlendert, die groBartigen Kirchen betritt und den starken Landwein trinkt. Gozo ist kein kleines Malta, sondern unterscheidet sich von der Schwesterinsel sowohl im Aussehen als auch im Charakter. lm Vergleich zu Malta weist Gozo eine abwechslungsreichere Landschaft auf, Höhenzüge stehen im Gegensatz zu vielen flachen Hügeln und weiten Lehmfláchen. Dies wirkt sich auf die Wasserversorgung aus und somit erscheint Gozo grüner. Da der Tourismus auf Gozo erst spát begann und es bis jetzt noch keinen Flugplatz gibt, ist die Insel rustikal und ziemlich unverdorben geblieben. Der Gaulitaner gilt von Natúr aus als sehr widerstandsfáhig in Notzeiten und sparsamer als sein maltesischer Brúder, wenn auch diese Charakterunterschiede leider mit der Zeit verschwinden. Vielleicht wurden diese Wesensmerkmale durch jahrhundertelange Isolation, Vernachlássigung und Piratenüberfálle auf die Insel geprágt. Sir Harry Luké beschreibt die Gaulitaner als "schlichtes, sparsames, zurückhaltendes, manchmal etwas hartnáckiges Volk dem die besten Arbeitsplátze nicht verwehrt werden". Der Tourist entdeckt auf Gozo in kürzester Zeit, daB Gastfreundschaft zu den wesentlichen Bestandteilen der gaulitanischen Eigenschaft und Persönlichkeit gehört. In den letzten fünfzig Jahren wanderten Tausende von Gaulitanern aus, insbesondere nach Australien und USA, wo sie sich glücklich mit ihren Familien niederlieBen und sich gut in ihre Adoptivheimat integrierten. Einige kamen reich nach Gozo zurück und investierten das ersparte Geld im Bau groBer Háuser. Kánguruhs und Ahornblátter auf neuen Gebáuden und Háuser mit Namen wie "Gott segne Amerika" oder "Wir Vertrauen auf Gott" bezeugen dies deutlich. Gozo ist 67 qkm groB, 14 km lang und 7 km breit und hat 23.000 Einwohner. Die Herkunft des Namens Gozo ist nicht sicher, aber wahrscheinlich kommt er vom lateinischen "gaudium" (Freude, Fröhlichkeit) - oder er kommt vom maltesischen Ghawdex, der arabischen Version des griechischen "Gaulos", welches wiederum hergeleitet wird vom phönizischen "Gawl", das in einer Marmorinschrift des 3. Jahrhunderts v.Chr. erscheint. In seiner Geschichte teilte Gozo sein Schicksal mit Malta, obwohl es Ereignisse gab, die für eine Insel bedeutender waren als für die andere. Vielleicht ist kein Ereignis so unvergleichlich wie der Überfall der Türkén auf Gozo im Jahr 1551 unter Sinan Pasha, bei dem Gozo vollkommen geplündert wurde und die meisten Bewohner zu Sklaven gemacht wurden. Eine der Kapitulationsbedingungen, die Sinan Pasha angeboten wurde, war die Freilassung der "gröBten" vierzig Mánner, die sich in der Zitadelle versteckt hielten. Man einigte sich, als jedoch die Tore geöffnet wurden, kamen die áltesten vierzig Mánner heraus. Alle anderen wurden zu Sklaven gemacht. Einige wurden spáter befreit, viele aber starben in der Sklaverei. Es heiBt, daB es eine Kolonie in Tarhuna in Libyen gábe, deren Volkssitten mit dem christlichen Glauben vermischt seien, da ihre Herkunft auf die gaulitanischen Sklaven zurückgehe. Neuere Untersuchungen beweisen jedoch, daB die meisten Sklaven nach Konstantinopel gebracht und dort weiterverkauft wurden. Aber die Geschichte Gozos geht viel weiter zurück. Archáologische Funde beweisen, daB die Insel bereits im 5. Jahrtausend v.Chr. bewohnt war. Einwanderer kamen in Gruppén auf FIöBen oder primitíven Booten von Sizilien herüber, brachten Schafe, Ziegen, Rinder, Gerste und Weizen mit sich und lebten, wie auch anderswo im westlichen Mittelmeerraum, von einfacher Landwirtschaft. Sie brachten auch die Töpferkunst mit und hinterlieBen viele Beweisstücke dieser Tátigkeit, wie auch Werkzeuge aus Bein und Stein. An vier archáologischen Ausgrabungsorten auf Gozo wurden geprágte Tonwaren und Fragmente mit Zickzackmuster gefunden. Die Chronologie der vorgeschichtlichen Zeitfolge bis zur Ankunft der Phönizier etwa 800 v. Chr. kann im Archáologischen Museum von Gozo genau nachverfolgt werden. Eine Eintrittskarte für ein öffentliches Museum auf Gozo gilt an dem Tag, an dem sie ausgestellt wurde, auch für den Besuch der restlichen Museen und der Ausgrabungen von Ggantija. Der an vorgeschichtlichen Funden interressierte Besucher kann verschiedene mehr oder weniger bedeutende Megalithtempel besichtigen. Ohne Zweifel kommen an erster Stelle die Tempel von Ggantija; sie wurden mit enormen Steinen, Megalithe genannt, erbaut. Nach einer Volkslegende von Gozo wurden diese schweren Steine aus Ta' Cenc von einer "sansuna" (einer Riesin) auf dem Kopf herbeigetragen; ihr Kind hatte sie dabei auf den Rücken gebunden und ihre Taschen waren voller Bohnen, die sie auf ihrem Weg aB. Die Kultur des Tempelbaus auf den maltesischen Inseln entwickelte sich zwischen 3600 und 2500 v.Chr.; danach wurde sie auf mysteriöse Weise von einer anderen Kultur abgelöst, die wenig Respekt für Tempel und die anspruchsvolle Kunst ihrer Erbauer hatte. Wir wissen viel über die Kunst der Tempelbauer, aber sehr wenig über ihr tágliches Leben. Wir können nur aufgrund der Qualitát ihrer Architektur, der GröBe der Tempel und der koordinierten Arbeit, die ihre Bauten erforderten, vermuten, daB diese Leute bereits eine weitentwickelte soziale Struktur und einen Zivilisationsgrad besaBen, der ein hohes Niveau im sprachlichen Ausdruck voraussetzte. Da es kein archáologisches Beweismaterial aus dieser Zeitspanne für irgendeinen fremden EinfluB auf Malta und Gozo gibt, geht klar hervor, daB die maltesischen Tempel von Einheimischen erbaut wurden und dieses Kulturniveau sich in einer geschlossenen Gesellschaft unabhángig von jeglichem fremden Kontakt, der durch die Einfuhr von Kiesel, Obsidian und rőtem Ocker oder anderem Handel mit der AuBenwelt möglich gewesen