Bővebb ismertető
In diesem Buch wollen wir einen Weg gehen mit Jüan de la Cruz, der als einer der klassischen Meister der Mystik des Abendlandes gilt. Diese Tatsache könnte uns abschrecken, denn die Worte mystisch, klassisch sind den Gottsuchern von heute fremd. Das Wort ,Gott' ist zur Chiffre geworden, der Atheismus in uns und um uns breitet sich aus. Es ist, als hátten wir das Organ verloren, mit dem man Zugang zur Wirklichkeit findet, die wir ,Gott' nennen. Worte und Predigten sagen uns vielfach nichts mehr, Gottesdienste und kirchliche Feiern lassen uns kait. Wenn wir von Jesus- und Pfingstbewegungen hören, zucken wir die Achseln. Ist uns noch zu helfen? Bei unserer Suche nach Gott habén wir oft nicht bedacht, daí? ein christlich verantwortetes Leben uns nicht wie eine gebratene Taube in den Mund fliegt (Therese von Lisieux). Wir müssen etwas dafür tun! Wir müssen uns anstrengen und hart arbeiten, soll dieses Leben in uns und in andern wirksam werden. Viele schauen nach dem Osten, weil im Westen das Christentum schal erscheint. Sie bewundern die Disziplin des Buddhismus, die Versenkungsübungen des Yoga. Sie spüren, hier begeben sich Menschen freiwillig auf einen harten, langen Weg in der Hoffnung, zur geistigen Freiheit zu gelangen. Seltsam, Christen, die keine Kraft mehr aufbringen, in einer Kirche niederzuknien oder sich besondere Zeiten zum Gebet zu wáhlen, unterwerfen sich strengeren asiatischen Disziplinen. Was geht hier vor? Menschen suchen durch östliche Methoden geistliche Erfahrungen, die auch Erfahrungen des Christentums sind, aber durch mangelnde menschliche oder methodische Hilfestellung im Westen weitgehend vergessen wurden. In den letzten Jahrhunderten der Kirchengeschichte gingen durch unglückliche Verháltnisse, Glaubenskámpfe zwischen den Konfessionen und Sich-Zurückziehen auf den kirchlichen Eigenbereich die Weite und Pluralitát verloren, die das Mittelalter oder das GlaubensbewuStsein der anbrechenden Neuzeit noch prágten. Die niederlán-