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Grüße an Roxane
»Also dann « Lill hielt ihm die Hand hin. Sie versuchte ein Lächeln und redete sich ein, die Gleichgültigkeit selbst zu sein. Auch Großmut stand ihr in diesem Augenblick bestimmt recht vorteilhaft zu Gesicht. »Mach's gut, Benny.«
Er sah sie an mit dem geübten Dackelblick, Marke Was-kann-ich-dafür, nahm ihre Hand und seufzte.
»Lill, mein Schatz«, er schien gerührt, doch das wußte man bei ihm nie ganz sicher. Das zerknautschte Gesicht war mit Trauer dekoriert. »Fünfundzwanzig Jahre - lange Zeit, wie?«
»Ziemlich lang. Übrigens waren es nur vierundzwanzig Jahre und sieben Monate.«
Die Rechtsanwälte waren taktvoll zur Seite getreten. Das kahle Gerichtsgebäude sah streng aus. Schritte hallten in den Gängen.
»Was wirst du jetzt tun?« fragte Benny.
»Nach Hause gehen, den Umzug vorbereiten, und am Abend ist die Party bei Karen.«
»Grüß schön von mir.«
»Danke.«
Sie schwiegen.
Dann sagte Benny: »Heute abend wird wohl die Scheidung gefeiert, stimmt's?«
»Nicht unbedingt«, gab sie betont gelassen zurück. »Karen feiert meist ohne ersichtlichen Grund. Du weißt ja.«
»Ja, ich weiß. Grüß bitte schön.«
»Du wiederholst dich.« Sie schluckte. Es ist nicht leicht, dan Helden zu spielen, wenn man an der Grenze steht