Bővebb ismertető
Vorwort
Glasbläser bei der Arbelt. Während er in die Glasmacherpfeife bläst, wälzt er gleichzeitig den Glasposten hin und her, um ihn ebenmäßig und symmetrisch zu gestalten. Die langen Armstützen des Glasmacherstuhls, links im Bild sichtbar, sind so konstruiert, daß sie der Glasmacherpfeife einen Halt geben, während die Glasblase geschwungen wird und durch die Drehung Form annimmt -eine wichtige Phase in der Glasherstellung. Aus The Book of English Trades, London, 1821.
Seit über 3000 Jahren haben Glasmacher eine einzigartige Fülle von Gebrauchswaren und dekorativen Gegenständen hergestellt; deshalb ist dieses Buch geplant und geschrieben worden, um dem Sammler einen Leitfaden in die Hand zu geben. Während die meisten Bücher sich dem Glas, seiner technischen Entwicklung, seiner chronologischen und geographischen Einordnung widmen, soll hier in erster Linie das fertige Oö/e/ri behandelt werden. Diese Annäherung an das Thema habe ich bewußt gewählt, um die Vielfalt der Stücke, die dem Sammler immer noch zur Verfügung stehen, zu betonen - vom traditionellen Trinkglas bis zum Schmuck, Spiegel und Briefbeschwerer - aber auch, um Sonderformen und Sonderfunktionen hervorzuheben, die in den meisten Fällen aber nur gestreift werden.
Ferner wird ein kurzer geschichtlicher Abriß der herstellenden Länder oder Regionen gegeben, dazu eine Einführung, die das Ausgangsmaterial Glas und seine Verarbeitung beschreibt. Neueste Produktionen der Glasindustrie im Detail zu behandeln, scheint nicht sehr zweckmäßig, aber ein Teil des Buches ist dennoch den begehrten Stilriohtungen des 19. und 20. Jahrhunderts gewidmet. Das Kapitel über das Sammeln möchte Anfängern und Enthusiasten Antwort auf Fragen zur Pflege, zur Restaurierung, über Preise, Fälschungen und Reproduktionen geben. Angehende Sammler haben manchmal den Eindruck, daß Glassammeln ein verwirrendes und kompliziertes Gebiet ist; dieser Eindruck ist zu einem großen Teil von vielen Büchern und Artikeln über dieses Thema bekräftigt worden. Es wird in diesem Buch angestrebt, den Interessenten zu ermutigen, praktischen Rat anzunehmen, Erfahrung zu sammeln, und einige der mit dem Glas verbundenen Legenden, die manchen abgeschreckt haben mögen, zu enträtseln.
Zusätzliche Information wird mit Hilfe von Textzeichnungen, die wichtige technische und stilistische Besonderheiten erklären, geboten. Viele der Photographien sind besonders in Auftrag gegeben worden und erscheinen hier zum erstenmal; sie zeigen Objekte, die von spezialisierten Kunsthändlern und Auktionshäusern während einer Periode von ungefähr einem Jahr ausgewählt worden sind. Auf berühmte Museumsstücke wird im Text eingegangen, da sie aber oft in der entsprechenden Fachliteratur abgebildet sind, wurde hier auf die bildliche Wiedergabe verzichtet.
Zum Schluß möchte ich Chris Sheppard, Andy Burne, Maureen Thompson, Martin Mortimer und Perran Wood von Sothebys für ihre unschätzbare Hilfe danken. Besonders dankbar bin ich meinem Mann Stephen für seine Ermutigung, seine Geduld und für seinen Rat, dieses Buch zu schreiben.
Feiice Mehiman