Bővebb ismertető
Einleitung Was macht eine Pflanze zum Gewürz? Gewürz ist... wenn einem das Wasser im Mund zusammenláuft. Auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Gewürze bringen - aber sie sind mehr als das! Alléin die Tatsache, daB das Wasser im Mund zusammenláuft, alsó der SpeichelfluB angeregt wird, hat auf den Körper bereits eine sehr positive Wirkung: Die Nahrung wird besser verdaut. Die meisten Gewürze verdoppeln oder verdreifachen die Speichelabsonderung, bei Pfeffer kann sogar das Zehnfache des Normalwerts erreicht werden. Dies ist aber nicht der einzige Grund, sich für gut gewürzte Speisen zu entscheiden. Im Körper selbst können Gewürze unterschiedlichste Funktionen übernehmen, die in ihren Einzelheiten bislang weitgehend ungeklárt sind. Kümmel und Dili verhindern Blahungen, Thymian, Fenchel und Anis mildern den Hustenreiz, Bohnenkraut, Boretsch und Basilikum beruhigen. Erstaunlich sind die keimtötenden Eigenschaften verschiedener Gewürze. Wer 20 g Meerrettich iBt, kann damit rechnen, daB sein Harn wáhrend der náchsten 10-12 Stunden annáhernd bakterienfrei ist. Knoblauch tötet noch 80 % der Darmbakterien, die mit Penizillin nicht mehr umzubringen sind. Viele Gewürze stabilisieren den Blutkreislauf, verbessern die Ausscheidung von Abfallstoffen aus dem Körper oder stárken direkt die Verdauungsorgane... Gewürze sind aus diesem Grundé mehr als eine Spielerei für den Gaumen. sie lassen sich gezielt einsetzen, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen bzw. um deren Auswirkungen zu lindern. Eine scharfe Grenze zwischen Gewürz- und Heilpflanzen láBt sich aus diesem Grundé nicht ziehen. Zu einer anderen Seite hin ist die Abgrenzung ebenfalls sehr schwierig, denn auch zwischen Salaten und Gewürzpflanzen gibt es lückenlose Übergange. Von Gewürz reden wir immer dann, wenn der Geschmack so intensiv ist, daB selbst kleine Mengen bereits zu einer deutlichen Geschmacksveránderung beitragen. Die Geschmácker sind verschieden lautet eine alte Redensart, und entsprechend konsumiert der eine löffelweise, was dem anderen höchstens in kleinsten Prisen zuzumuten ist. Bei Senf Und Pfeffer wird es wohl kaum Meinungsvefschiedenheiten geben. Spátestens bei Sauerampfer, Lauch, Knoblauch und Zichorien dürften allerdings die Meinungen weit auseinandergehen, ob es schon eine Gewürzpflanze oder noch eine Salatpflanze ist. Verantwortlich für diese Beurteilung ist der unterschiedliche Gehalt an Inhaltsstoffen in den einzelnen Pflanzen. Eine Schlüsselrolle spielen die átherischen Öle, die aus sehr unterschiedlichen Substanzen bestehen. Allén gemeinsam ist ein starker Duft und die leichte Flüchtigkeit. Wáhrend normales Öl auf Papier einen Fettfleck hinterláBt, verdunstet átherisches Öl ohne jeden Rückstand. Sehr áhnlich den átherischen Ölen sind die Senfölglykoside, die zusátzlich etwas Schwefel enthalten. Sie verleihen dem Meerrettich sowie den verschiedenen Senfarten den charakteristisch scharfen Geschmack. Auch der typische Zwiebelgeschmack geht auf eine schwefelhaltige Verbindung, diesmal im Zusammenhang mit Aminosáuren, zurück. Jeder, der schon einmal Zwiebeln geschált hat, wird sich an dieses tránenreiche Erlebnis erinnern. Es macht jedoch eine weitere wichtige Eigenschaft der Gewürze deutlich: In vielen Fállen sind die Inhaltsstoffe der Pflanze weder mit der Nase noch mit der Zunge aufzuspüren. Erst wenn das pflanzliche Gewebe verletzt wird, finden bestimmte chemische Reaktionen statt, bei denen Stoffe entstehen, die den Pflanzen die typische Würzkraft verleihen. In vielen Fállen wird es daher sinnvoll sein, die Ge-