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Wie in einem Triumplizug
Von Mund zu Mund war die Kunde gedrungen, die große Dulderin von Mindelstetten wird am Abend des Sankt-Anntages (26. Juli 1972) vomFriedhojF in feierlidier Prozession in das Gotteshaus überführt und dort in einer eigenen Gruft beigesetzt. Bisdiof Rudolf Graber von Regensburg hatte dazu die Erlaubnis gegeben. Ohne große Propaganda von Seite der Presse gesdiah das Einmalige, daß an diesem Abend 5000 Mensdien, darunter audi viele Jugendlidie aus nah und fern, zusammenströmten, um die kurz vorher aus dem Grabe erhobenen sterblidien Überreste dieses sdiliditen Dorfkindes ins Gotteshaus zu geleiten. Der ganze Klerus des Dekanates Pförring war anwesend und feierte in abendlidier Stunde die heilige Eudiaristie. Der Vertreter des Bisdiofs, Kapuzinerpater Maximilian Neumayer, ehemaliger Provinzial und Domprediger von Passau, sdiilderte in einer padienden Predigt das Leben, Leiden und Auffallende dieses tapferen Mäd-diens. Alle Teilnehmer an dieser abendlidien Feierstunde waren tief beeindrudit: „Idi habe selten mit einem soldien Vertrauen beten können, wie an diesem Abend", sagte eine Mutter. „Idi werde diese Gnadenstunde in meinem ganzen Leben nie mehr vergessen können", erklärte ein Mann. „Anna Sdiäffer hat uns reidi besdienkt", bekundete ein Priester. Inzwisdien ist die Kunde von Anna Sdiäffer weithin in die Lande gedrungen; am 17. März 1973 wurde in Regensburg der Seligsprediungsprozeß eröffnet. Mit froher HofFnung sehen alle seiner baldigen Vollendung entgegen.
Wer aber war Anna Sdiäffer?
Erzbischof Michael Buchberger widmete ihr im Dezember 1929 von der Kanzel der Cäcilien-
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