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Hubert und Jan van Eyck.
Wie die italienische, lenkte die nordische Malerei schon um 1400 aus der ornamental - stilisierenden in die naturalistischen Bahnen ein, und besonders in den Niederlanden hat sich der Systemwechsel verblüffend rasch und radikal vollzogen. Sonst pflegen neue Epochen mit tastenden Versuchen zu beginnen. Das Genter Altarwerk der beiden Brüder aus Maaseyck aber läßt an die Sage von Pallas denken, die fertig aus dem Haupte des Zeus hervorsprang.
Hubertus e Eyck major quo nemo repertus Incepit pondusque Johannes arte secundus Frater perfecit Jodoci Vyd prece fretus.
Diese am alten Rahmen angebrachte Inschrift ist bekanntlich das einzige zeitgenössische Dokument, worauf der Ruhm Hubert van Eycks sich gründet. Wir wissen nicht, wo er hergekommen, können an keinen Jugendarbeiten seine Entwicklung verfolgen. Als er das Werk, mit dem sein Name für alle Zeiten verbunden ist, den Genter Altar, begann, scheint er ein Greis von fast 70 Jahren gewesen zu sein und hinterließ es seinem um 20 Jahre jüngeren Hubert van Eyck, Gott-Vater. Bruder zur Vollendung. Selbst inwieweit Gent, st. Bavo. das Altarwerk, wie wir es heute kennen,
Crowe und Cavalcasellc, Geschichte der altniederländischen Malerei. Deutsch von Springer. Leipzig 1875. — Fierens-Gevaert, Les Primitifs Flamands. Brüssel 19060.— Über die Eycks: Kaemmerer, Bielefeld 1898. Voll, Straßburg 1900.