Bővebb ismertető
Vorwort
1893 wurde an der Vorgänger-Institution der heutigen Pädagogischen Hochschule „Gyula Juhász" Szeged ein eigenständiger Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur ins Leben gerufen.
In den vergangenen hundert Jahren hat der Lehrstuhl eine wechselvolle Geschichte durchlaufen, als Folge brisanter historischer, tages-und bildungspolitischer Verwicklungen wurde sein Bestehen sogar für eine Zeit suspendiert. Auch wenn sich die äußeren Bedingungen bisweilen nicht im entferntesten optimal gestalteten, konnte dieser Studien- und Forschungsbereich der Hochschule auf dem Gebiet der Deutschlehrerausbildung und der germanistischen Fachwissenschaften in vieler Hinsicht Erhebliches leisten. Der einführende Artikel des Herausgebers zeigt im Überblick, daß der bisherige Entwicklungsweg durch Licht und Schatten charakterisiert war, so daß sich die heutige und künftige Arbeit auf Erneuerung und Bewahrung orientieren soll.
Des herausragenden Jubiläums - hundert Jahre sind ja für das Leben eines Lehrstuhls etwas Außerordentliches, das in unserer Region kaum einem anderen Institut zuteil wurde, - will der Lehrstuhl mit einer wissenschaftlichen Festschrift gedenken. Der Band vereinigt Aufsätze von derzeitigen und früheren Mitarbeiter(inne)n und Lehrbeauftragten des Lehrstuhls wie auch von renommierten Kolleg(inn)en aus dem In- und Ausland, die in unmittelbarem, persönlichem Arbeitskontakt mit uns stehen: es handelt sich um unsere Gastprofessoren, Gastvortragenden sowie Lehrenden an germanistischen Instituten, mit denen uns Partnerschaftsverträge verbinden. Die nun präsentierten Studien spiegeln in ihrer Mehrheit das fachlich-wissenschaftliche Profil des Lehrstuhls wider und lassen sich vier Hauptschwerpunkten unterordnen: kontrastive Linguistik, literaturwissenschaftliche Kom-paratistik, deutsche Minderheitenforschung und Deutschdidaktik.
Als Leiter des Lehrstuhls und Herausgeber des Sammelbandes danke ich allen Beteiligten für ihre wertvollen Beiträge, die auch international mit regem wissenschaftlichem Interesse rechnen dürften. Ebenfalls sei dem Wiener Verleger für die konstruktive Zusammenarbeit sowie den Herren Martin Reich und Guido Steinegger für die Hilfe bei der EDV-Erfassung und Einrichtung der Manuskripte gedankt.
Szeged, im Sommer 1993 Csaba Földes