Bővebb ismertető
EinleitungNoch in jüngster Vergangenheit setzte man das Sammeln von Orden und Auszeichnungen dem Sammeln von Münzen gleich. Münzen waren schon in der Antike begehrte Sammelobjekte. So weiß man, daß die römischen Kaiser die jeweils von ihren Vorgängern herausgegebenen Münzen sammelten, daß sie sogar alte Münzen durch Neuprägungen restitutiones vermehrten. Die Renaissance schließlich bot durch ihr Interesse am Vermächtnis der Antike neue Voraussetzungen für das Entstehen kleiner, wertvoller Sammlungen. Aber erst in der Neuzeit begann das Sammein von Münzen sowohl wegen des ästhetischen Reizes als auch im Blick auf den Wert, als Kapitalanlage, populär zu werden. Es entstanden große, wertvolle Sammlungen.Daß man das Sammeln von Orden und Auszeichnungen dem Sammeln von Münzen gleichsetzte, ergab sich wohl daraus, daß die meisten Orden und Auszeichnungen in Form und Material den Münzen gleichen. Dies allerdings sind die einzigen, Numismatik und Fa-leristik, verbindenden Merkmale. Von den unterscheidenden Merkmalen ist vor allem die wesentlich kürzere Geschichte des Sammeins von Orden und Auszeichnungen zu sehen. Diese ,,kurze Geschichte" ergibt sich aus der Funktion und der Entstehungsperiode der Orden und Auszeichnungen.Die mittelalterlichen Ordensdekorationen waren der Anzahl nach gering. Ihre Träger gehörten den höheren Gesellschaftskreisen an, und die Ordensdekorationen verblieben in der Regel als seltene kostbare Solitäre im Familienbesitz oder wurden Eigentum des Ordenskapitels.Klassisches Beispiel hierfür ist die Aufbewahrung einiger Ordensdekorationen des weltlichen Ritterordens vom Goldenen Vlies im Besitz des Ordenskapitels, vor allem der Heroldscollane, genannt ,,Potence", und anderer Gegenstände (heute befinden sich diese in der Sammlung der Weltlichen Schatzkammer in der Wiener Hofburg). Klassisches Beispiel für den Verbleib im Familienbesitz sind die kostbaren Ordensdekorationen der Stuarts, die der letzte Repräsentant des Geschlechtes dem englischen Herrscherhaus vermachte, und die heute mit den Krönungskleinodien im Schloß Holyrood in Edinburgh aufbewahrt werden.9