Bővebb ismertető
Einführung
Jf I want to he shocking, I would say that the border line between the so-called exact sciences and the humanties, social sciences (Geisteswissenschaften) coincide with the border line between functional biology and evolutionary biology."
Ernst Mayr (1999)
Sammelbände von älteren Aufsätzen eines Autors dienen oft dazu, verstreute Schriften von solchen Wissenschaftlern zugänglich werden zu lassen, die im Laufe ihres Lebens ihre Disziplin in besonderer Hinsicht fortentwickelt haben. Es ist definitiv kein „fishing for compliments", wenn ich gleich zu Beginn feststelle, daß dieser Zweck mit dem vorliegenden Band nicht verfolgt wird. Natürlich schmeichelt es Autoren, wenn der Herausgeber einer Buchreihe mit dem Ansinnen an sie herantritt, eine Sammlung früherer Aufsätze zu veröffentlichen. In meinem Fall bin ich Birger Priddat für diese Initiative dankbar: Er gibt mir Mut, einen begonnenen Weg weiterzugehen. Es ist auch eine schöne Erfahrung, auf diese Weise Gelegenheit zu erhalten, einmal intensiv über die eigene Arbeit zu reflektieren. Aber es ist im Falle dieses Sammelbandes klar, daß ich sicherlich nicht wesentliche Beiträge zur Fortentwicklung der Ökonomie im Allgemeinen oder zur evolutorischen und institutionellen Ökonomik im Besonderen geleistet habe: Schon alleine deshalb, weil bei manchen der hier erneut publizierten Beiträge viele Ökonomen bestreiten würden, daß es sich um „Wirtschaftswissenschaft" handele.
Die Aufsätze sind einfach das, was die Leserin aus ihnen macht, ganz sicher aber keine „Beiträge" zu einem irgendwie definierten, kollektiven disziplinären Projekt. Nur eines haben sie mit den erwähnten, anderen Sammelbänden gemein: Die Texte sind wahrlich verstreut veröffentlicht, manche auch nur „grau" und einer gar nicht. Sie wirken auf den ersten Blick disparat - zum Beispiel sogar was die verwendete Begrifflichkeit anbetrifft. Aber sie gehen auf ein klares Forschungsprogramm ihres Verfassers zurück. In dieser Einleitung und in den Kommentaren zu den Texten möchte ich dieses Forschungsprogramm mit kurzen, einfachen Worten explizit werden lassen.
Durch diese forschungsprogrammatische Perspektive ergibt sich auch der eigentliche Zweck dieses Bandes: Einen Beitrag zur gegenwär-