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EINLEITUNGEsztergom (Gran) im Mittelalter dreieinhalb Jahrhunderte lang Ungarns Hauptstadt kaum 50 km von Budapest entfernt am rechten Ufer der Donau gelegen, zählt mehr als 20 000 Einwohner und ist eine uralte Stadt, die die altertümliche Stimmung ihrer Gassen und Gässchen bis auf den heutigen Tag zu bewahren verstand. Mit ihren kostbaren Kunstdenkmälem und einzigartigen Sammlungen, aber auch mit vielfältigen Bade-, Zerstreu-ungs- und Ausflugsgelegenheiten bildete sie zu jeder Zeit das beliebte Ziel des inländischen Reisestromes und des internationalen Fremdenverkehrs. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten allen voran das Christliche Museum, der Dom und die im Zuge der Ausgrabungen freigelegten Überreste der aus dem 1213. Jahrhundert stammenden königlichen Burg sind Anziehungspunkte, deren Wirkung sich weder Touristen noch Reisende zu entziehen vermögen, und die sie immer wieder mit Freude aufsuchen. Der freundliche, erlebnisschwangere historische Hauch einer grossen Vergangenheit, der über Gassen und Plätzen, über Häusern und Kirchen der Stadt schwebt, hält den Besucher in seinem Bann und lebt in seiner Erinnerung unauslöschlich weiter.Die schon vor vielen Jahrhunderten zUr Stadt erhobene Siedlung besingt das Niebelungenlied als der Gottesgeissel", des Hunnenköhigs Etzel Residenz, und der böhmische Chronist Cosmas, der hier seine Priesterweihe empfangen hatte, erwähnt Esztergom schon im frühen Mittelalter als Urbs. Ihren frühen Rang als Stadt beweisen auch die Berichte aus der Gefolgschaft des französischen Königs Ludwig VIL, die Esztergom nach dessen Besuch dortselbst schon 1147 die Metropole des Landes nennen, eine Bezeichnung, die man zu jener Zeit nur Plätzen von grosser Bedeutung zubilligte.