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Doch bin ich nach Paris gelangt, Dann lebe ich, statt bloß zu atmen. Dmitrijew: Tagebuch eines Reisenden
Zu den jungen Leuten, die Peter der Große in die Fremde schickte, damit sie dort die Kenntnisse erwarben, die der neu gestaltete Staat brauchte, gehörte auch sein Patenkind, der Mohr Ibrahim. Dieser empfing seine Ausbildung in der Pariser Kriegsschule, die er als Artilleriehauptmann verließ, zeichnete sich im Spanischen Feldzug aus und kehrte schwer verwundet nach Paris zurück. Trotz seiner vielseitigen reformerischen Tätigkeit versäumte es der Kaiser nicht, sich immer wieder nach den Fortschritten und dem Benehmen seines Lieblings zu erkundigen. Die Auskünfte, die er erhielt, befriedigten ihn so sehr, daß er Ibrahim wiederholt zur Rückkehr nach Rußland aufforderte. Doch der Mohr zögerte und schützte bald seine Verwundung vor, bald den Wunsch, sich weiter in den Wissenschaften zu vervollkommnen, bald Mangel an Geld. Der Zar drängte ihn nicht weiter, bestärkte ihn in der Sorge um seine Gesundheit, dankte ihm für seinen Lerneifer, versah ihn, obgleich er für seine eigene Person außerordentlich sparsam war, reichlich mit Dukaten und benützte die Geldsendungen zu manchen väterlichen Ratschlägen und Ermahnungen.
Alle Geschichtsschreiber sind sich darüber einig, daß sich mit dem Leichtsinn, der Tollheit und der Verschwendungssucht der Franzosen jener Zeit überhaupt nichts vergleichen läßt. Die letzten Regierungsjähre Ludwigs XIV., die im Zeichen von Anstand, Sittenreinheit und strenger Frömmigkeit standen, waren spurlos vorübergegangen, und der Herzog von Orleans, der viele glänzende Eigenschaften mit
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