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Fluggeräl von Besnier (i6j8)
Himmelswagen im Mythos der Vorzeit
Flüge von Menschen empor zu den Sternen finden seit Jahrtausenden statt - in Gedanken.
Was uns heute Begriffe wie Baikonur oder Cape Canaveral bedeuten, das mag vor Zeiten für unsere fernen Ahnen der Olymp gewesen sein, Start- und Landeplatz waghalsiger Abenteuer zu den Gestaden eines noch unerkannten Weltalls.
Viele Mythen und Legenden bezeugen die uralte Neigung des Menschen, seine natürliche Umwelt zu verlassen, sich in die Lüfte zu erheben, dem Mond einen Besuch abzustatten oder sich unter die Sterne des Himmels zu mischen.
Die wohl älteste überlieferte »Raumfahrterzählung« begegnet uns in einer babylonischen Sage aus der Zeit um 1800 v. u. Z. An den Ufern von Euphrat und Tigris herrschte über einen der Stadtstaaten König Elana. Aber ihn peinigte die Sorge um Nachkommenschaft, und er flehte den Sonnengott an, dem er manches Opfer dargebracht hatte: »Du hast mcitie feinsten Schafe ver-
zehrt, die Erde trank das Blut meiner Lämmer. Reiche mir endlich das Kraut des Gebärens, schaffe mir einen Namen durch Nachkommenschaft.«
Der Sonnengott hieß Elana im Gebirge einen Adler suchen, der ihm das gewünschte Kraut zeigen sollte.
Nachdem Elana den Adler in einer Grube gefunden und durch einen jungen Vogel gestärkt hatte, gewann dieser Löwenkräfte und versprach, jeden Wunsch des Königs zu erfüllen. Elana berichtete von einem Traum, in dem er Ischtar, die Göttin des Gebärens, gesehen halle hinter dem Himmelslor, das zu den Göllern führt. Der Adler erwiderte daraufhin: »Lege deine Brust auf meine Brust, deine Hände lege auf die Schwingfedem meiner Flügel. Zu Ischtar, der Herrin, will ich dich emportragen.«
Und der Flug des Adlers mit seiner königlichen Last begann. Nachdem sie zwei Stunden emporgestiegen waren, blickte Elana zurück und sprach: »Das Land da erkenne ich als einen Hügel, und das Meer ist zum Gewässer eines Flusses geworden.« Nach wiederum /.wci Stunden erblickte er das Land als eine Tanne, und wie des