Bővebb ismertető
EINLEITUNG
Die »Epoche« des Impressionismus ist schwer einzuordnen. In erster Linie ist die Geschichte des Impressionismus die Geschichte einer Gruppe von Malern, die die offiziell anerkannte Kunstrichtung ihrer Zeit ablehnten. Zugleich ist es aber auch die Geschichte einer bestimmten Stilrichtung, deren Wurzeln lange vor der Entstehung dieser Gruppe nachzuweisen sind.
Ideen pflanzen sich fort: Watteaus Gemälde Einschiffung nach Kythera von 1717 erlaubt bereits eine Vorahnung der Werke Turners, und die Landschaftsgemälde von Théodore Rousseau erinnern an die Vorarbeiten von Constable und Bonington, die die Historienmalerei überwunden hatten, um der Natur in ihrer Darstellung alle Ehre zu erweisen. Diese neue Herangehensweise an die Landschaftsmalerei nahmen Corot, Huet, Dupré, Diaz und später auch Daubigny, Millet und Courbet in ihre Arbeit auf, um sie individuell weiterzuentwickeln. In ihrem Bemühen um naturgetreue Abbildung begannen sie, auf ihren Spaziergängen farbige Skizzen anzufertigen, die sie bei ihrer Rückkehr ins Atelier auf die Leinwand übertrugen. Mit diesem Verfahren arbeiteten vor allem die Maler der > Ecole de Barbizon<.
Ohne die Ästhetik dieser Künstler in Frage stellen zu wollen, gingen die Impressionisten mit dem Wunsch, ihre Eindrücke vor Ort einzufangen, noch einen Schritt weiter.
Auf den Grundlagen ihrer Vorläufer entwickelten sie ihre eigenen künstlerischen Methoden. Sie stellten ihre Staffelei im Freien auf, um so einen unmittelbaren, dauernden Kontakt zur Natur zu haben. Wo die Anhänger der >Barbizon-Schule< eineJahreszeit einfingen, beschworen die Impressionisten einzelne Tage und Stunden.
Monet und Caillebotte gingen, dem Beispiel Daubignys mit seinem Boot »Le Bottin« folgend, sogar so weit, daß sie sich ein schwimmendes Atelier bauen ließen, um mit der Strömung des Wassers den Fhißlauf und die Ufer bildlich zu erfassen. Das Gefühl zu vermitteln, selbst ein Teil des Bildes zu sein, wurde zum Gegenstand steter Bemühungen, die in Monets Seerosen-Serie gipfelten. Diese riesigen Panoramen scheinen den Betrachter zu umhüllen und ihn ganz in sich aufzunehmen.
Die Impressionisten behaupteten keineswegs, ein fertiges künstlerisches Konzept zu liefern: Entwicklung ist ein ewiges, niemals endendes Fortschreiten. Augenblicke dieser dauernden Veränderung darzustellen und damit festzuhalten, das war es, was sie versuchten. Kaum eine andere künstlerische Bewegung war sich der Flüchtigkeit des menschlichen Daseins und der Gesellschaft in vergleichbarem Maße bewußt.
DAS ERBE DER WEGBEREITER
Die frühen Werke Manets zeugen von seinem Interesse für Couture. Sein eigentliches Vorbild war aber Courbet. Außerdem schwärmte er für die Werke von Hals, Veläzquez und Goya. Seine Gemälde Der alte Musikant (Le vieux musicien) und Spanier mit seiner Gitarre (l'Espagnol jouant de la guitar€) sind noch deutlich im Stil dieser alten Meister gehalten.