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1. KAPITEL
L Juni 1829 Cavendish House, London
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h mein Gott." AngelicaRosalindCynsterstand am Rande von Lady Cavendishs Salon und kehrte dem Großteil der schnatternden Gäste Ihrer La-dyschaft den Rücken zu. Sie starrte auf die hohen Fenster, die auf die unbeleuchtete Terrasse und den dunklen Garten dahinter hinausgingen. Oder vielmehr starrte sie auf das Spiegelbild des Gentlemans, der sie von der anderen Seite des Salons aus seinerseits fixierte.
Vor etwa einer halben Stunde hatte sie seinen verstörenden Blick erstmals gespürt. Sie hatte ihn gefühlt, während sie Walzer getanzt, mit anderen gelacht und geplaudert hatte. Aber der Urheber des Blickes war ihr verborgen geblieben, so diskret sie sich auch umgeschaut hatte. Als die Musik verstummt war, hatte sie sich enerviert im Raum umherbewegt, war von Gruppe zu Gruppe geschlendert, hatte Bekannte begrüßt und Kommentare fallen lassen, in der Hoffnung, den Mann zu entdecken.
Nun, da sie ihn gefunden hatte, konnte sie kaum fassen, was sie sah. „Er ist es!"
Ihre schlecht verhohlene Erregung trug ihr einen fragenden Blick von ihrer Cousine Henrietta ein, die neben ihr stand, doch Angelica schüttelte den Kopf. Jemand aus der Gruppe neben ihnen nahm Henrietta in Beschlag, sodass Angelica Muße hatte, den faszinierendsten Mann genauer zu mustern, den sie je gesehen hatte.
Sie betrachtete sich als eine Kennerin der Kunst, Gentlemen :
einzuschätzen. Schon früh hatte sie Männer als „anders" wahrgenommen, und durch j ahrelange B eobachtung kannte sie deren Stärken und Schwächen recht gut. Wenn es um Gentlemen ging, ' /1
steUte sie hohe Ansprüche. !,
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