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VORWORT
Seit meiner frühen Kindheit starren mich die Menschen an. Die Leute auf der Straße verstummen plötzlich, wenn ich vorübergehe; und kaum glauben sie mich außer Hörweite, sagen sie: »Ist es nicht ein Jammer?!« Und wenn mir jemand über eine verkehrsreiche Straßenkreuzung hilft, plagt ihn die Neugierde.
»Wie ist das eigentlich so? Einfach alles dunkel? Sicher immer dunkel wie tiefe Nacht? Das muß sehr seltsam sein. Aber, nicht wahr, Sie haben eben einen sechsten Sinn? Das habt ihr doch alle. Sehr seltsam!«
Und ich stellte mir selbst die Frage: »Bin ich eigentlich so seltsam?«
Ich kam zu dem Schluß, daß die Leute recht haben — es ist etwas Seltsames, wenn man über sich nachdenkt. Ich bin aber auch überzeugt, daß die Leute auf der Straße für sich selber zu der gleichen Antwort gelangen würden, wenn sie sich mit der Frage ernsthaft beschäftigten. Denn wir alle sind seltsam, sind eigentümlich, sind Individuen. Aber die Einsamkeit des Für-sich-allein-Seins und Andersseins wird dadurch gemildert, daß wir alle ein gemeinsames Leben führen. Wir alle fiebern nach den glei-
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