Bővebb ismertető
Vorwort
Wer eine fremde Sprache erlernt, wird sich mehr oder weniger bewußt auch mit der Realität
der Menschen auseinandersetzen, die in diesem Sprachraum leben. Dieser Leitgedanke
hat bei der didaktischen Konzeption und der Auswahl des Materials eine wichtige Rolle
gespielt. Die Themenauswahl orientiert sich an vorauszusetzenden primären Interessen der
Lernenden, an solchen Fragen, die sie in hohem Maße betreffen: Wie sind die ersten
Reaktionen auf ein anderes Land? Wie wohnt und ißt man dort? Wie gestalten sich sozia-
le Beziehungen? Wie sind die Verhältnisse in der Schule und an der Universität? Wie ist die
Welt der Arbeit organisiert? Wie verbringt man Urlaub und Freizeit? Ein Ausblick auf
Verhaltensweisen der jungen Generation in Deutschland soll auf mögliche kommende Ent-
wicklungen hinweisen. Damit sind die meisten der auf dieser Stufe relevanten Handlungs-
räume für sprachliches Agieren abgedeckt.
Zu den hier ausgewählten Themen werden in den verschiedenen Texten stark voneinander
abweichende Ansichten angeboten. In der Brechung der Meinungen über ein angespro-
chenes Problem spiegelt sich seine Komplexität. So schien es naheliegend, nicht nur deut-
sche Autoren mit kontroversen Standpunkten, sondern auch die Urteile von in der
Bundesrepublik lebenden Ausländern heranzuziehen.
Die Texte sind - mit wenigen Ausnahmen - authentisch und - abgesehen von leichten
Kürzungen in einigen Fällen - unverändert. Den differenzierten Sprachhandlungsabsich-
ten entspricht ein breites Angebot an Textsorten. Es umfaßt fiktionale Texte, Sachtexte,
Glossen, Reden, Interviews sowie verschiedenartiges Anschauungsmaterial, vom Schau-
bild bis zur Karikatur. Jedes der acht Kapitel umfaßt zwei Basistexte, ein bis drei
Hörverständnis- und ein oder mehr Lesetexte.
Der Grammatikstoff wird an den Basistexten erarbeitet. Er enthält überwiegend solche
Teile, die in den Lehrbüchern der Grundstufe nicht oder nicht ausführlich genug behandelt
werden und die erfahrungsgemäß einer Wiederholung, Festigung und, bei erweiterter
Aufgabenstellung, einer Vertiefung bedürfen. Parallel dazu werden wichtige Aspekte der
Wortbildung vorgestellt, wodurch der Lerner zu einer zunehmend selbständigeren Er-
schließung des lexikalischen Materials befähigt werden soll. Eng damit verbunden und als
weiteres Element schließt sich die meist textbezogene Erweiterung der Ausdrucksmittel in
Form von Wortschatzdifferenzierung an. Die Erklärungen zur Grammatik, die in der tradi-
tionellen Terminologie formuliert sind, dürften so explizit sein, daß der Lernende sie auch
ohne fremde Hilfe verstehen kann. In den Übungen wurde der in den Texten gebrauchte
Wortschatz verwendet, soweit dies sinnvoll erschien. Wo immer es sich anbot, wurde ver-
sucht, nicht beim bloßen Einüben neuer Strukturen stehenzubleiben, sondern diese auch
situationsgerecht im Zusammenhang sprachlichen Handelns anzuwenden. Das gleiche gilt
für viele Übungen zum Wortschatz.
Die vorgeschlagenen Bearbeitungsformen, die von Text zu Text variieren, gehorchen kei-
nem strengen einheitlichen Kanon. Auf einen derartigen Schematismus wurde bewußt ver-
zichtet, zumal er in vielen Fällen dem Gegenstand nicht angemessen gewesen wäre, und
umgekehrt dadurch dem Kursleiter/der Kursleiterin ein flexibleres Instrumentarium in die
Hand gegeben wird, um die jeweilige Form und Intensität der Bearbeitung selbst zu ent-
scheiden und auf die Bedürfnisse der Lerner abzustimmen. So ist etwa die Reihenfolge der
Textbearbeitungsaufgaben nicht als streng bindend gedacht. Je nach dem angestrebten
Teillernziel bieten sich oft Umstellungen oder Weglassungen an. Unter diesem Blickwinkel