Bővebb ismertető
Einführung.
Von Heinrich Kralik. |
Giuseppe Verdi ist der Typus des naiven Künstlers. Er schuf instinktiv und intuitiv, ohne je den Gesetzen seines Ingeniums auch theoretisch nachzuspüren. Weder das eigene Wesen, noch das der Kunstform, der er sich bediente, hat er jemals rein spekulativ betastet; es war ihm nicht gegeben, die Durchgänge und Erschütterungen, die Krisen aller Art, die keinem Großen erspart bleiben, im Stillen abzuschließen und etwa auf dem einsamen Wege der ästhetischen Betrachtung sich über die nächsten Ziele seines Ingeniums und seiner-Kunst klar zu werden. Sein Naturell hieß ihn auch mit Ungeklärtem und weniger Vollkonfmenem vor die Öffentlichkeit gehen. Dieser echteste Mann des Theaters konnte eigentlich nur auf dem heißen Boden des Thisaters überlegen und Sicherheit gewinnen: seine Entwicklung vollzog sich vor den Augen der gesamten Öffentlichkeit. Darum sehen wir eben auch die Höhenschichtung seines Werkes, die Gliederung in Gipfelpunkte und Zwischenstufen so deutlich ausgeprägt.
Aus dem Tonmeister der italienischen Revolution, aus dem Komponisten zündender Schlagworte war in „Rigoletto", „Troubadour" und „Traviata" der große Bildner musikalischer Einzelschicksale geworden, der die italienische Opernform mit einem Menschlichkeitston erfüllte, den sie früher nicht besessen hatte. Nun aber sollte auch die Form erneuert werden.
Erneuerung aller Fundamente, das war die Losung des Tages. Drängte nicht alles aus den Geleisen des Hergebrachten? Suchte man nicht überall neue, weitere Grenzen abzustecken? In der Politik, im gesellschaftlichen Leben