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Glück in Wien
Der Wagen war gesteckt voll, und ein Kind auf dem Arm einer armen Frau begann bitterlich und gewaltig zu heulen. Das verursachte große Unruhe. Nicht als wenn etwa das Publikum ungeduldig geworden wäre, aber in allen Frauen, die in der Nähe standen oder saßen, erwachte der Ehrgeiz, das Baby zu besänftigen. Eine nahm es der anderen aus der Hand, und es entstand ein gefährliches Gedränge. Doch das Kind heulte weiter. Da näherte sich der Schaffner mit grimmigem Fuchteln: »So geht das nicht«, rief er, »so geht das nicht!« Und ich dachte schon, daß die Mutter mit dem fleischgewordenen Geheul auf das Pflaster gesetzt wird. Doch der dicke, große Schaffner ergriff seine Trompete und sagte: »So geht das nicht. Das kann nur der Schaffner. Da Kleiner, die Trompete. Blas!« Und tatsächlich griff der Kleine sofort zu, wurde stiU und glücklich, und von Amts wegen beruhigt, blies er in die Trompete. Alle hörten lächelnd zu.
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Es war an einem Sonntagvormittag in einem Städtchen bei Wien. Der Friseurladen war offen. Doch der Friseur selbst ließ sich seine Sonntagsruhe nicht nehmen, und ich wurde nur von einem ganz kleinen minderjährigen Lehrling empfangen, der die Ver-antwormng für meinen Hals gar nicht übernehmen wollte. »Der Herr Meister wird bald kommen«, tröstete er mich. Doch der Meister kam nicht, und ich sagte: »Gib mir Seife und Messer, ich werde mich selbst rasieren.« Während ich mich einseifte, trat ein zweiter Kunde in den Laden, dem die Simation erklärt wurde, und als ich nach dem Messer griff, trat er zu mir und meinte: »Geben Sie her, mein Herr, ich werde Sie schon rasieren. Sie können ruhig sein. Ich hab's auch beim Militär gemacht.« Ich wurde schon lange nicht mehr so gut rasiert. Als ich mich bedankte, mußte ich gestehen, daß ich ihm diesen Freundesdienst nicht mit ähnlichem vergelten kann, weil ich beim Militär leider
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