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Das Seelentor
»Dort!« übertönte er den Sturm, die Lippen dicht an meinem Ohr. Das Unwetter zwang uns, mit Worten sparsam zu sein. Ich fröstelte in dem zum Dreifachen seines Gewichts vollgesogenen Lederzeug und starrte mit an den Leib gepreßten Armen in den Regen. Die vorangepeitschten Wasserschleier beutelten mich für meine ToUkührüteit. Blitze erhellten das Flußufer mit weißem Licht. Einen Augenblick später dröhnte der grelle Donnerschlag durch meinen Kopf. Der Hügel bebte.
Der Blitz tanzte über das Tor. Seine knisternden Finger tasteten an den dicken Eisenplatten hinab, versengten Fleisch. Ein Strahlenkranz begleitete den Sturz der sechs-, beinigen Amphibien, umriß die von einem Flossensaum eingefaßten Schwänze, die im Todeskampf zurückgeworfenen schuppigen Köpfe mit den zähnestarrenden Rachen. Mein Bewußtsein hielt einen letzten Eindruck von ihnen fest: leuchtende Schatten im Sturm, hellgrün und ziruicber-rot. Dann wurden ihre verkohlten Überreste von der heftigen Strömung davongetragen.
»Runter!« Der eine Mann brüllte, der andere schob mich,-und als ich in dem Schilffeld niederkniete, erschütterte der Gott, der dieses Land reinwusch, grollend den Boden. Auf Händen und Knien duckte ich mich zwischen den Männern auf die bebende Erde. Weder mich noch sich selbst konnten sie vor dem Erdbeben oder dem feuerspeienden Himmel schützen, ohne die Wirklichkeit zu verlassen, die, zu erforschen sie gekommen waren. Und das würden sie nicht tun.
Irgendwo, weiter weg, zuckte wieder ein Blitz herab. WirJ knieten an einem steil abfallenden Ufer. Rechts und links*; von uns erhoben sich mächtige Felsklippen, gekrönt von / dichtem Regenwald. In dem kurzen Augenblick der Hellig-^