Bővebb ismertető
VORWORT ZUR FÜNFTEN AUFLAGEDiese Auflage entstand vor allem aus dem Wunsche, die in den letzten Jahren aufgebaute umfangreiche Belegsammlung der Dudenredaktion auch für den Stilduden nutzbar zu machen. Da der Verlag den Umfang dieses Werkes vor allem durch die Vergrößerung des Satzspiegels beträchtlich vermehrt hat, konnten mehrere Tausend neuer Sätze und Redewendungen aufgenommen werden. Sie wurden fast alle von unseren Sammlern der deutschen Literatur der letzten dreißig Jahre entnommen. Da gleichzeitig sprachlich oder inhaltlich veraltete Wendungen gestrichen wurden, dürfen wir annehmen, daß dieser Band der deutschen Gegenwartssprache besonders nah ist.Unsere Belegsammlung hat im Hinblick auf den Stilduden aber auch zwei Tatbestände bestätigt, die für den Inhalt dieses Buches von besonderer Bedeutung sind. Zunächst hat sie gezeigt, was auch die bisherigen Auflagen des Stildudens schon widerspiegelten, daß der syntaktische Hof, der sich um ein Wort gebildet hat, von sehr unterschiedlicher Größe sein kann. Es gibt Wörter, die nur eine oder nur wenige syntaktische Verbindungen zulassen, und es gibt Wörter, deren syntaktischer Hof sehr ausgedehnt ist. Wir nennen diese letzteren die Schwerpunktwörter" der deutschen Sprache. Wie ein Blick in dieses Buch zeigt, gehören zu ihnen vor allem die Benennungen der menschlichen Körperteile (Auge, Hand, Herz, Kopf u.a.), dann so zentrale Substantive wie Arbeit, Ehre, Feuer, Gedanke, Geist, Geld, Glück, Grund, Weg, Verben wie führen, geben, gehen, gelten, haben, halten oder Adjektive wie frei, groß, gut, hart, hoch, schön und manche andere. Sie gehören vornehmlich dem menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich an. Kritiker früherer Auflagen haben gelegentlich vermerkt, wir hätten die einzelnen Stichwörter mit unterschiedlicher Liebe behandelt. Sie haben dabei übersehen, daß wir lediglich einer in der Sprache bereits vorhandenen Gliederung gefolgt sind.Ein zweiter grundsätzlicher Einwand richtete sich gegen die zahlreichen umgangssprachlichen Wendungen in diesem Band, der doch zur Schulung der Hochsprache dienen soll. Dagegen läßt sich sagen, daß bei den vielen Benutzern unserer Duden-Bände nicht jeder in der Lage sein wird, die Grenze zwischen Umgangssprache und Hochsprache zu ziehen. Dies wird für viele um so schwerer, je mehr die Umgangssprache in die Literatur eingeht. Auch hier hat unsere Belegsammlung unsere Auffassung bestätigt. Fast alle umgangssprachlichen Wendungen sind5