Bővebb ismertető
Marianne Sperb
Ein Vorwort
paxDanubiana ist eine Geschichte, die beginnt wie ein Tropfen auf einer hoch stehenden Scheibe. Ein Tropfen, der nach untén strebt und Dominanz gewinnt und auf seinem Weg andere Tropfen aufnimmt, ein Vereiniger, der sich zielstrebig anreichert, bis der sanfte Akt des Miteinander sich irgendwann vollendet.
Es war nur ein Gedanke, der 1999 in Regensburg kon-densierte. Aus dem Gedanken ist eine Lánder umspan-nende Bewegung geworden - und dieses Buch.
Der Gedanke: Dauerhafter Frieden an der Donau. Der Fluss prágt auf 2800 Kilometern Lángé das Gesicht Europas. Seit Jahrtausenden ist das so. An der Zeiten-wende steht er für ein neues Zeitalter. Nach dem Rhein, Symbol westlicher Wirtschaftskraft und nationalen Bewusstseins, löst die Donau an der Naht von Ost und West einen neuen Zukunftsanspruch aus.
Zehn Lánder berührt die Donau auf ihrem langen Weg zum Schwarzen Meer; zehn Lánder, in denen Menschen leben, leiden, sich bekriegen, Kinder bekommen und sterben. Der Fluss verbindet und trennt sie, ist ihnen Lebensader und Totenbett.
Die Bewegung: Eine Friedensflaschenpost markiért den Beginn gemeinsamen Wollens im Jahr 2000. In einer Solidaritátsaktion überantworten Künstler und Künstlerinnen aller Lánder ihren Beitrag in einer Flasche dem Fluss. Maler, Musiker, Bildhauer, Regis-seure, Fotografen, Literaten, Vertreter aller Metiers geben der Donau ihre Botschaft mit, senden sie an
einen Adressaten, den das Wasser wáhlt. Jeder, der eine Flasche mit dem Zeugnis guten Willens entstöpselt, ist Einer mehr, der von dem Gedanken benetzt wird, Einer mehr, der von der Vorstellungswelt eines anderen Menschen an der Donau erfáhrt.
Eine Donau-Konferenz wird regelmáfiig Menschen der Donau versammeln, die den Friedensgedanken weiter tragen, wird Verbindendes bewusst machen und einen Beitrag leisten, Trennendes respektvoll zu akzeptieren.
Kunst ist Kommunikation. pax Danubiana verkörpert gleichzeitig ein Stück politischer Kunst, das heifit: stra-tegische und konkrété Arbeit an den Grundlagen unseres Zusammenlebens. Solche Kunst ist selten geworden in einer Zeit, die in oberfláchlicher „political correctness" verharrt, die ihre Obsessionen auf die Spafikultur richtet und die den Kitzel statt die Provoka-tion sucht.
Das Buch: Eine Publikation, die anfangs konzipiert war, um einen Aufbruch zu dokumentieren, ist ein zeitloses Kompendium geworden, das Geschichte und Gedan-kengut des Donauraums aufbláttert. Denker, die irgend-wo am Ufer des langen Flusses leben, zeichnen mit ihren Beitrágen ein Bild von diesem Kulturraum, so be-wegt und so vielschichtig wie die Autoren selbst.
Wasser - was bedeutet es uns? Wie siedelten die ersten Anrainer? Wie nehmen die Menschen an der Donau Abschied? Wovon tráumen sie und wie töten sie ein-ander? Von Flussgöttinnen ist die Rede und von den