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VORWORT
Der vorliegende Band enthält nur eine geringe Zahl der Briefe, die Bartók erhalten und anscheinend aufbewahrt hat. Angesichts der vielen bedeutungslosen Zuschriften, Notizen und Zettel in seinem Nachlaß, ist man versucht anzunehmen, er habe einfach alles aufbewahrt, und nur verschiedene Umstände hätten uns einen Teil davon vorenthalten, den wir jedoch weder der Menge noch der Bedeutung nach abzuschätzen in der Lage sind. So fehlen z. B. in der Korrespondenz mit der Universal Edition Briefe aus einigen Jahren vollständig. Andrerseits konnte ich bei der ersten Durchsicht des größeren Teiles der Zuschriften (fast zweitausend Briefe und Karten) im Jahre 1959 feststellen, daß einzelne Packen Briefe einer Periode, andere hingegen aus verschiedenen Jahren stammendes Material enthielten. Also ist es unmöglich zu ermitteln, aus welchen Jahren alles Briefgut und wieviele Briefe verlorengegangen sind. Ich hatte den Eindruck (und für bestimmte Fälle steht dies absolut fest), daß die einen geschlossenen Zeitabschnitt umfassenden Briefe von Bartók selbst sortiert wurden, während von den gemischten Paketen unmöglich festzustellen ist, nach welchen Gesichtspunkten und von wem sie gebündelt worden sind. Es fanden sich auch zwei Mappen mit der Aufschrift „Elintézetlen" (Unerledigt) bzw. „Elintézett levelek, Válaszok másolatai" (Erledigte Briefe, Kopien der Antworten), die vor allem die Korrespondenz aus dem Jahre 1939 enthielten. Die Vermutung liegt nahe, Bartók sei stets bestrebt gewesen, jeden erhaltenen Brief zu beantworten, wenn es ihm nur irgendwie möglich war. Dies bedeutet jedoch nicht, daß er jeden Brief persönlich beantwortete. Der Verfasser des Vorwortes zu DemABr. (S. 7) wird entschuldigen, aber meiner Ansicht nach wurden mindestens 10 Prozent der Briefe von seiner ersten Frau, Frau Márta Ziegler, erledigt; seit 1935 (oder sogar noch früher) wurden mehrere Antworten auch mit der Maschine geschrieben: also wurden eine Anzahl Briefe offiziellen Charakters oder weniger bedeutenden Inhalts nach seinem Diktat bzw. Konzept oder seinen Anweisungen von einer Maschinenschreibkraft verfertigt. Betrachten wir vorerst die Mappe mit den „Válaszok másolatai" (Kopien der Antworten).
Da Bartók in seiner Jugend - so wie wir alle - mit Papier zu sparen gelernt hatte, diente ihm vielfach die unbeschriebene Rückseite der Briefe als Konzeptpapier für das Antwortschreiben. Vor allem die Briefe Rózsavölgyis und ungarischer Impresarios y